Der Jubel war nach dem Abpfiff groß beim Schönebecker SV. Die Fußballer aus der Elbestadt hatten ihre ersten drei Punkte seit zwölf Partien in der Landesliga eingefahren. Mit 3:1 (1:1) gewannen sie beim Kreveser SV und haben damit einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt getan.

Krevese l Und ein SSV-Spieler hatte besonderen Grund zum Jubeln: David Kühn. Er brachte den SSV bereits nach zwei Minuten auf die Siegerstraße. Aus 25 Metern versenkte der Kapitän einen Freistoß im Kreveser Netz. "Ein schönes Tor", lobte Schönebecks Trainer Michael Steffen. Aber nicht nur mit Kühn war er zufrieden. "Die gesamte Mannschaft hat sich den Allerwertesten aufgerissen und sich für ihre Leistung belohnt."

Die Offensive war konzentrierter als in den vergangenen Partien. "Dabei hatten wir gar nicht so viele Möglichkeiten. Krevese hat hinten gut gestanden", erkannte Steffen an. Auch vorn war der Gegner gefährlich. "Der KSV hat gute Leute in seinen Reihen. Vor allem die Stürmer sind wirklich nicht schlecht." Dass Krevese allerdings nur einmal traf, lag am zweiten Schönebecker, der sich ein Sonderlob verdiente - Torwart Stephan Pingel. "Er hat ein sehr gutes Spiel gezeigt." Beim 1:1 durch Kreveses Manuel Neumann sah er allerdings nicht so gut aus. "Es gab keine Absprache zwischen Stephan und der Abwehr. Das hat der Gegner sofort genutzt", erklärte Steffen. Dennoch war es Pingel zu verdanken, dass beide Teams mit einem 1:1 in die Kabine gingen.

In der zweiten Hälfte trat der SSV kompakter auf, musste allerdings auch hinten viel arbeiten. "Krevese hatte große Chancen." Pingel konnte allerdings klären. In der Offensive setzte der Gast Nadelstiche, aber es gab kaum etwas Zwingendes. Somit blieben Tore in den ersten 30 Minuten der zweiten Halbzeit aus.

Dann aber hatte der SSV Glück. Nach einer Ecke, ausgeführt von Steven Gondeck, stand Kühn goldrichtig und köpfte zum 2:1 ein. Gondeck selbst durfte dann fünf Minuten später selbst jubeln. Nach einer "sehr schönen Einzelaktion" schob er zum 3:1-Endstand ein.

Der SSV ging zwar als Sieger vom Platz, in der Tabelle änderten die drei Punkte allerdings nichts. Schönebeck trägt nach wie vor die Rote Laterne. Zum rettenden Ufer sind es aber nur zwei Punkte. Und diese will der SSV im kommenden Derby gegen den SV Förderstedt einfahren. Diesem gelang mit dem überraschenden 2:0-Erfolg über Germania Halberstadt II der Sprung aus der Abstiegsregion. "Wir sind natürlich gewarnt", sagte Steffen. "Aber die Chancen stehen 50 zu 50. Für beide Teams wird dieses Derby ein richtungsweisendes Spiel."

Schönebecker SV: Pingel - Kellermann, Kauczor (88. Correa Gea), Kühn, G. Bittkau (70. R. Bittkau), Clawin, Gondeck, Dudziak, Kasper, Wagner, Jakobs

Kreveser SV: Diezel - Rix, Weihrauch, Kiebach, Bissinger (74. Frankner), Ernst, Hohnmeier, Neumann, Hintze, Oehme, Krüger

Tore: 0:1 David Kühn (2.), 1:1 Manuel Neumann (30.), 1:2 David Kühn (71.), 1:3 Steven Gondeck (76.); SR: Alexander Machui (Uchtspringe), ZS: 95