Weißenfels (mnd). Die Handballerinnen der SG Lok Schönebeck kommen derzeit nicht in Tritt. Beim Weißenfelser HV verlor der Sachsen-Anhalt-Ligist mit 30:33 (10:14) und damit die dritte Partie in Folge.

In der Offensive krankt es ja selten bei den Schönebeckerinnen. Das stellten sie auch in Weißenfels unter Beweis. "Vorn lief es gut, 30 Treffer auswärts sind okay", sagte Betreuerin Melanie Krause. Vielmehr war es die Abwehrleistung, die ihnen einen Erfolg verbaute. "Das Zusammenspiel zwischen Deckung und Torhüter hat überhaupt nicht funktioniert", hatte Krause beobachtet, die ihre Mannschaft dennoch über weite Strecken als gleichwertig ansah. Denn Die SG Lok hielt die Partie stets offen, vor allem durch Treffer von Carolin Schedlo in der ersten und Lisa Wolf in der zweiten Hälfte. Sie musste den Gastgeber lediglich vor der Pause zum 14:10-Halbzeitstand ziehen lassen. Mitte der zweiten Hälfte glich Lok sogar zum 25:25 aus, eine Führung blieb den Gäste jedoch verwehrt. Das lag vor allem an der Weißenfelserin Claudia Kallwitz, die sich auf der rechten Rückraumposition immer wieder im Eins-gegen-Eins behauptete und die Mehrheit ihrer zwölf Treffer im Schlussdrittel erzielte. Krause: "Wir haben sie einfach nicht in den Griff bekommen." So setzten sich die Gastgeberinnen vorentscheidend zum 31:27 ab und gaben die Führung auch bis zum Ende nicht mehr ab - Endstand 33:30.

"Wir wollen den fünften Platz unbedingt ins Ziel retten", formulierte Krause das Ziel für die nächsten Wochen - hoffentlich mit einer stabilen Deckung.

WHV: Zech - Seidel (4), Beyer (2), Weniger (2), Baier (3), Kallwitz (12), Bahr, Hartmann (1), Siermann (4), Luther (1), Habekuß

SG Lok: Suchan, Thiel - Schedlo (9), Wolf (7), Goldgraebe (5), Bauer (3), Koeck (3), N. Krause (2), Sauer (1), Precht, Stagge, Braun, Depta