Hedersleben l Als sich Marco Hagemeier bereits mit der Aufstellung für den vierten Satz beschäftigte, um nach kräftezehrenden fünf Durchgängen eine schlagkräftige Mannschaft aufs Feld zu schicken, begann Paula Naujoks eine Serie, die nach acht erfolgreichen Aufschlägen im 3:0-Erfolg des SV Pädagogik über Medizin Magdeburg II gipfelte. Die Sorgen des Coaches wichen Erleichterung und Jubel. Als Belohnung gab es die vorläufige Tabellenführung in der Volleyball-Landesklasse. Ein wenig hatte Hagemeier geliebäugelt mit zwei Erfolgen, schließlich hatte Gastgeber Hedersleben bis dato keinen Satz gewonnen und Medizin kannte der Trainer vom Pokalspiel. „Mit konzentrierter Leistung waren sechs Punkte drin.“ Und seine Schützlinge lieferten. Nach etwas Anlaufzeit im ersten Durchgang setzte sich das Team gegen Hedersleben vom 13:9 zum 25:17 kontinuierlich ab. Das gab Selbstvertrauen. In den Sätzen zwei und drei spielte der SVP gegen die athletisch durchaus guten Gastgeber seine technische Überlegenheit aus, gewann sicher mit 25:11 sowie 25:14 und sicherte sich mit dem 3:0-Erfolg die ersten drei Zähler.

Gegen die Magdeburgerinnen knüpfte Schönebeck nahtlos an die gute Vorstellung an. Vor allem mit druckvollen und platzierten Aufschlägen wurde der Gegner frühzeitig unter Druck gesetzt. Mit 25:14 ging der Satz ebenfalls deutlich an Pädagogik. Doch dann machte sich der Kräfteverschleiß bemerkbar. „Einige Spielerinnen waren krank oder angeschlagen.“ Das schlug sich in der Konzentration nieder, die Aktionen wurden nicht immer konsequent zu Ende geführt. Vor allem im Angriff „können wir generell mehr Durchschlagskraft vertragen, müssen cleverer agieren“. Die Quittung folgte jeweils zu Beginn der Sätze. Im zweiten geriet der SVP mit 0:5 in Rückstand. Doch dank der guten Aufschläge wurde dieser schnell aufgeholt, am Ende hieß es 25:21. Im dritten lagen die Schönebeckerinnen bereits mit 4:12 im Hintertreffen, weil „wir im Auschlag nicht mehr so konsequent agierten“, ehe Anne Horrmann mit starken Aufschlägen vom 10:16 zum 16:16 ausglich. Danach war das Geschehen ausgeglichen, bis zum 17:18. Dann beschäftigte sich Hagemeier bereits mit der möglichen Aufstellung für den kommenden vierten Satz, wechselte zuvor noch Paula Naujoks für den Service ein. Und das Nachwuchstalent untermauerte das Vertrauen des Trainers mit einer Aufschlagsserie von acht Versuchen, fünf davon waren direkte Punkte.

Durch die zwei klaren Erfolge kletterte Pädagogik auf den ersten Tabellenplatz, hat allerdings zwei Spiele mehr absolviert als die direkte Konkurrenz. „Wir werden jetzt zuschauen, was die anderen Mannschaften machen.“ Sechs Wochen haben die Schützlinge von Marco Hagemeier nun Pause, werden in dieser Zeit weiter an der Kondition arbeiten, aber auch spielerische Elemente trainieren, um am Sonntag, 4. Dezember, bei der WSG Reform Magdeburg II (8.) und gegen den USC Magdeburg III (4.) gut vorbereitet zu sein.