Westeregeln (kam/fna) l Nach einer Woche Pause trat der SV Wacker Westeregeln im vorletzten Heimspiel gegen die HSG Osterburg an. Nach einem sehr spannenden Spiel konnte der Handball-Verbandsligist die zwei Punkte auf dem eigenen Konto verbuchen - 30:29 (13:16).

Das Match begann jedoch alles andere als erfolgreich. Auf der Bank musste auf das Trainergespann um Matthias Zeidler und Yves Grafenhorst verzichtet werden, das von Markus Grau und Steffen Körtge ersetzt wurde. Zudem fehlten Torwart Andreas Ho-wahl und Mike Garbaczok (beide Arbeit).

Die Gäste legten vor und gingen mit drei Treffern in Führung, ehe Wackers Linksaußen Steffen Laschke nach fünf Minuten für den SVW einnetzte. Mittelmann Tobias Deutscher erzielte sein 100. Saisontor, jedoch kam Wacker nur mühsam in Tritt (3:7, 14.). Dank Toren von Deutscher, Laschke, Christian Thamm und Clemens Grafenhorst kämpfte sich der Gastegber heran (10:13, 24.). Er blieb weiter am Ball, konnte jedoch bis zum Pausenpfiff nicht mehr ausgleichen und ging mit einem Drei-Tore-Rückstand in die Kabinen (13:16, 30.).

Nach dem Wechsel schienen die Westeregelner aus ihrem Schlaf erwacht zu sein. Sie kämpften sich kontinuierlich heran. Kreisläufer Andy Rothe, Clemens Grafenhorst und Rechtsaußen Göran Feldheim netzten ein und stellten den lang ersehnten Ausgleich her (18:18, 37.). Nun war Wacker wieder im Spiel. Nesthäkchen Jimmy Klockmann gelang kurz darauf die erste Führung für sein Team (20:19, 29.).

Nach einer Auszeit drehten die Gäste wieder auf, wollten sich nicht so einfach geschlagen geben und netzten viermal hintereinander ein, ehe die Grün-Weißen durch Christian Jakobi zum 21:23 (44.) verkürzten. Wacker glich durch Tore von Deutscher und Feldheim zum 23:23 aus, Tormann Florian Pierschalla glänzte zum zweiten Mal beim Strafwurf und hielt seinen Kasten sauber (24:24, 52.).

Das Spiel wurde hektischer und war fast ausschließlich durch Strafwürfe geprägt. Zwei Minuten vor Abpfiff stand es 29:27 für die Gäste. Nun drehte Steven Mack auf, netzte doppelt für den SVW ein (28:29) und stellte den Ausgleich her (29:29, 58:57). Sein Teamkollege und bester Freund Clemens Grafenhorst lief zum Konter und netzte trotz angebrochenen Daumens zum achten Mal ein (30:29). Dank guter Abwehrarbeit blieb der Vorsprung erhalten.

"Wir sind schwer ins Spiel gekommen. Die Abwehr hat erst nach knapp 20 Minuten ordentlich funktioniert. Dann haben wir uns herangekämpft. Auch im Angriff haben wir uns schwer getan. Besonders zu loben ist die wunderbare Moral der Mannschaft, welche uns den Sieg doch noch sicherte", sagte ein erleichterter Grau.

Rekordtorjäger Grafenhorst hat nun 261 Saisontore auf seinem Konto, so viel wie noch kein Torjäger am Ende einer Saison, wobei der SVW noch zwei weitere Spiele vor sich hat. Der alte Rekord liegt bei 260 Toren aus der Saison 2006/07 von Mario Seifert (Lok Schönebeck). Zudem war das 14:17 sein 100. Siebenmeter-Treffer der Saison.

Wacker: Pierschalla, Salm - Deutscher (4), Gorges (1), Rothe (1), Mack (3), Klockmann (2), Laschke (3), Feldheim (4), Jakobi (2), Thamm (2), Liebscher, Grafenhorst (8/6)

Osterburg: Schrödter - Braune, Krause (4), P. Papendiek (1), Kiebach (10/3), Th. Kuhlmann (7/1), A. Kuhlmann (1), S. Papendiek, Skorz (2), Zierke (4)

Siebenmeter: Wacker 7/6 - Osterburg 6/4; Zeitstrafen: Wacker 3 - Osterburg 2; Rot: Sebastian Papendieck (29.) -Osterburg-, Christian Jakobi (54.) -Westeregeln-