Schlanstedt (chj) l Ganze sieben Anläufe brauchten die Fußballer der ZLG Atzendorf, um in der Landesklasse den ersten Sieg einzufahren. Gegen Schlusslicht Olympia Schlanstedt war es nun so weit, die Schützlinge von Steffen Grohe setzten sich mit 2:1 (0:1) durch.

Der Abpfiff ertönt und die Atzendorfer sinken völlig erschöpft, aber erleichtert zu Boden. Dieses Bild war Ausdruck dafür, was für ein Kraftakt notwendig war, um den ersten Dreier einzufahren. "Jeder Einzelne hat bis zuletzt gekämpft", sagte Grohe. Und das musste auch jeder. Denn die Gastgeber, die sich personell und punktemäßig in einer ähnlichen Lage wir Atzendorf befanden, gaben genauso Gas. Sie erwischten sogar den besseren Start, konnten ein Chancenplus und die Führung zur Pause verzeichnen.

"In der Kabine wurde es dann lauter", verriet Grohe. Die ZLG knüpfte im ersten Durchgang nicht an die gute Leistung aus dem Schackstedt-Remis an, was dem Coach nicht gefiel. Aber seine Worte fruchteten. "Die Mannschaft war wie ausgewechselt." In der 63. Minute glich Kay Faatz nach hervorragender Vorarbeit von Daniel Ebeling aus, fünf Minuten später legte Michael Gehrke mustergültig für Faatz auf: 2:1. In der Folge drückte Olympia energisch auf den Ausgleich. Doch sie fanden in Atzendorfs Schlussmann Lukas Fiser ihren Meister, der schließlich den Auswärtssieg festhielt. "Für die Psyche war der Erfolg sehr wichtig", sagte Grohe.

ZLG Atzendorf: Fiser - C. Rock, Kutz, Wolter, Faatz, Ebeling, Spangenberg, Gehrke, S. Rock, Knoll 80. Siebert), Strobusch (85. Brüggemann)

Tore: 1:0 Stefan Krull (35.), 1:1, 2:1 Kay Faatz (63, 68.); SR: S. Ehrhardt (Elbinger.); ZS: 100