Westeregeln (jpr/fna) l Das "Revierderby" in der Bezirksklasse zwischen den Handballerinnen des SV Germania Borne und des SV Wacker Westeregeln entschieden die Gäste um das Trainergespann Klaffke/Brinkmann vor Wochenfrist mit 19:14 (10:9) für sich.

Borne startete gut und agierte im Anpfiff konzentriert, obwohl verletzungs- und arbeitsbedingt auf einige Spielerinnen verzichtet werden musste. Doch dies kompensierte das Team ganz gut. So mussten sich Rhea Faatz und Betreuerin Josephine Brinkmann (beide nicht mehr aktiv) die Trikots überstreifen.

Mit der 2:0-Führung nahm man den Gästen den ersten Wind aus den Segeln. Die Germania spielte die Angriffe lange aus. Zudem arbeitete die Mannschaft in der Abwehr sehr gut miteinander, sodass man die Torgefahr der Westeregelner gering halten konnte.

Bis zur 4:3-Führung hielt Wacker noch mit, im Anschluss verstärkte Borne den Druck, erzielte schnell das 5:3. Die Gäste versuchten zwar immer wieder, ihr Tempospiel durchzudrücken, doch Borne verstand es sehr gut, dieses zu unterbrechen. Mit einem knappen Vorsprung von nur einem Zähler ging es in die Pause.

Gut eingestellt ging es in die zweite Hälfte. Doch Borne produzierte einige technische Fehler und brachte somit das Tempospiel der Wacker-Frauen ins Rollen. So begann ein offener Schlagabtausch bis zum 12:12. Die Auszeit von Trainer Klaffke war nötig, um seine Frauen und Mädchen in die richtige Bahn zu leiten. Die Ansprache fruchtete, das Laufspiel der Gastgeberinnen wurde wieder besser und man konnte sich in Szene setzen. So arbeitete man sich gut zum 15:12 vor.

Westeregeln wurde zunehmend unsicherer. Die folgenden Angriffe wurden rigoros unterbrochen oder man scheiterte an einer starken Torhüterin Sylke Förster, die ihr Gehäuse einmal mehr unter Kontrolle hatte. Borne warf seinen Kampfgeist in die Waagschale und wurde am Ende mit einem 19:14-Sieg belohnt.

Michael Klaffke, der am vergangenen Mittwoch seinen Geburtstag feierte: "Ein besseres nachträgliches Geschenk hätten sie mir nicht machen können. Aber insgeheim habe ich auch nichts anderes erwartet. Westeregelns Mannschaft ist nicht von der Hand zu weisen, aber konditionell und spieltechnisch waren wir an diesem Tag einfach überlegen."

Germania Borne: S. Förster, S. Böhnke - S. Kaiser (2), M. Schmidt (2), S. Klippstein, K. Schulke (1), A. Lehmann (6/1), J. Eisner (6/2), V. Sommer, M. Bach, L. Kaczmarek, R. Faatz (3), J. Brinkmann

Wacker Westeregeln: Nadine Schauer, Maria Landgraf - Christin Schuster, Tina Rettig, Jenny Klockmann (1), Anja Jakobi (2), Nicole Oppermann, Liesa-Marie Wilzer, Bettina Witzke (4/3), Michaela Wolfram (1), Annika Thiele (3/2), Jessica Neum (3), Dany Heberling, Annemarie Lunow

Siebenmeter: Borne 6/3 - Wacker 8/5; Zeitstrafen: Borne 3 - Wacker 3