Halle (chj) l Die Handballer des HV Rot-Weiss Staßfurt bleiben ihrer negativen Auswärtsserie treu. Seit dem 1. Spieltag der Mitteldeutschen Oberliga war in der Fremde nichts zu holen. Doch anders als in vielen Partien zuvor lag es bei der 29:30 (15:14)-Niederlage beim USV Halle nicht an der Leistung der Staßfurter. "Spielerisch und kämpferisch ging es kaum besser", sagte Trainer Uwe Mäuer. "Aber am Ende hatten wir Pech."

Ausgerechnet ein "Kullerball" sollte den USV unverdientermaßen zum Sieger küren. Die Hallenser hatten einen Freiwurf, Alexander Ernst fälschte die Flugbahn mit einem Block ab. HVS-Keeper Sebastian Schliwa war noch auf die ursprünglich Flugbahn eingestellt, tauchte entsprechend ab. Aber der Ball prallte auf und kullerte schließlich zum entscheidenden 30. Treffer ins Staßfurter Tor. "Ein blödes Tor", ärgerte sich Mäuer, ohne jemandem daran die Schuld zu geben. "Das war sehr ärgerlich. Wir hatten einen Punkt verdient."

Der Coach war mit der Leistung seiner Schützlinge sehr zufrieden. "So muss ein Handballspiel über 60 Minuten laufen. Das war eine unserer besten Leistungen, hinten wie vorn." Die Staßfurter traten nicht wie eine Mannschaft auf, die auswärts nicht gewinnen kann - zumal es gegen den Tabellenzweiten ging. "Wenn wir immer so agieren würden, würden wir in der Tabelle sicher weiter oben stehen", sagte Mäuer.

Einen Anteil daran, dass es am Ende aus Staßfurter Sicht nicht gelingen sollte, hatten auch die Schiedsrichter. Sie bewiesen des Öfteren nicht das glücklichste Händchen und agieren nicht routiniert genug. Als Nils Hähnel in der 52. Minute seine dritte Zeitstrafe erhielt, brachte dies den Trainer dermaßen auf die Palme, dass auch er eine erteilt bekam. Damit standen nur noch vier Rot-Weisse auf der Platte, die dennoch zum Torerfolg kamen. "Mit Nils fehlte uns aber auf halbrechts eine Waffe."

Doch auch ohne Hähnel und trotz teils diskussionswürdiger Pfiffe hatten die Gäste eine Chance auf etwas Zählbares. So verwarf etwa Sebastian Scholz kurz vor Schluss einen Strafwurf, der die Führung mit sich gebracht und vielleicht am späteren Ausgang etwas geändert hätte.

Fehler wie diese hielten sich aber im Rahmen. "Natürlich sind uns auch welche unterlaufen. Aber dafür haben wir diese hinten wieder ausgebügelt und den folgenden Angriff verwandelt", so Mäuer. Unterm Strich blieb eine zufriedenstellende Leistung, an der nur das Ergebnis nicht passte.

HV Staßfurt: Schliwa, Tuchen - Dittmar, Dietze, Ortmann, Mennecke (1), Jacobi (8), Ernst (1), Rach (1), Engelhardt, Hähnel (5), Scholz (7/3), Rindert (4), Secara (2)

Siebenmeter: Halle 2/2 - Staßfurt 4/3; Zeitstrafen: Halle 3 - Staßfurt 8; Rot: Nils Hähnel (3x2 Minuten, 52.) -Staßfurt-