Staßfurt (chj) l Heimspiele sind bislang das Steckenpferd des HV Rot-Weiss Staßfurt in der Mitteldeutschen Handball-Oberliga. Aus fünf Partien in der Paul-Merkewitz-Halle sprangen neun Punkte heraus. Einzig das 32:32-Remis gegen Burgenland verhinderte eine makellose Bilanz. Diese soll heute ab 18 Uhr ausgebaut werden. Doch dafür muss erst einmal Tabellennachbar TuS Radis bezwungen werden.

Staßfurt, mit 13 Punkten Siebter, empfängt TuS, der mit zwei Zählern weniger dahinter folgt, mit einer leichten Favoritenrolle - nicht allein aufgrund der Heimstärke. Die Gäste heimsten aus den vergangenen fünf Partien lediglich zwei Punkte ein - und das gegen Aufsteiger Grubenlampe (26:21).

Trotz des Heimspiels warnt HVS-Trainer Uwe Mäuer jedoch: "Dass wir zu Hause antreten, heißt noch lange nicht, dass wir auch gewinnen. Erst einmal müssen 60 Minuten bestritten werden." Damit weist der Coach auf die typisch rot-weissen Schwächephasen hin. "Auch wenn wir mit fünf Toren führen sollten, dürfen wir nicht nachlassen. Radis ist erfahren genug, lässt sich von einem Rückstand nicht entmutigen und wird Nachlässigkeiten ganz sicher bestrafen." Mäuer weiß, dass Fehler passieren werden, "was auch normal ist. Aber sie dürfen sich nicht häufen." Mäuer fordert beständige 60 Minuten.

Die Gäste warnen indes auf ihrer Internetseite vor der Robustheit der Staßfurter. Insbesondere heben sie Nils Hähnel und Sebastian Retting hervor, "mit denen das gesamte Spiel der Gastgeber steht und fällt". Mäuer kann sich deswegen gut vorstellen, dass "Radis die Deckung offensiver angeht und die Kleineren uns vielleicht auf den Füßen stehen werden". Kopfzerbrechen bereitet ihm das aber aus zweierlei Hinsicht nicht. Zum einen "ergeben sich dadurch Räume für die anderen", zum anderen kann er personell aus dem Vollen schöpfen und auf jede Situation reagieren. Zwei Staßfurter werden sogar nicht auf das Protokoll passen und zusehen müssen.