Hermsdorf/Staßfurt (chj) l Nach dem umjubelten 36:34-Erfolg über den Tabellenführer der Mitteldeutschen Handball-Oberliga Glauchau/Meerane steht dem HV Rot-Weiss Staßfurt heute ab 19 Uhr ein schwerer Gang bevor. Als wäre Gastgeber SV Hermsdorf nicht schon Herausforderung genug, kommen noch schwerwiegende Personalprobleme hinzu.

Im Hinspiel gewannen die Staßfurter mit 29:24, nachdem sich beide Teams lange auf Augenhöhe begegneten. "Dass wir diese Partie für uns entschieden haben, bedeutet noch lange nicht, dass wir auch heute gewinnen werden", warnt Co-Trainer Andreas Stops. "Wir sind sehr gewarnt."

Dazu gibt es auch allen Grund. Nicht nur, dass Hemsdorf als Tabellenvierter vier Plätze über dem HVS rangiert, vielmehr da die Personalfrage zu großen Stücken ungeklärt ist. Robert Mennecke fällt mit einer Handverletzung aus. Tobias Rindert, der gegen Glauchau noch mit neun Treffern glänzte, ist krank und genauso fraglich wie Tobias Ortmann (ebenfalls krank) sowie Martin Dittmar, der an einem Hexenschuss laboriert. Alexander Ernst muss arbeiten und auch Keeper Patrick Tuchen lag unter der Woche flach und droht auszufallen. Ein Lichtblick ist Sebastian Scholz, der zwar krank war, aber einsatzbereit ist.

Die Verletzten und Kranken beeinträchtigten auch die Trainingseinheiten unter der Woche. "Dadurch konnten wir uns nicht so auf Hermsdorf vorbereiten, wie wir es gern getan hätten", erklärt Stops, der die Auswärtsfahrt ebenfalls nicht mit antreten kann. "Aber ich habe die Hoffnung, dass wir auch mit einem dezimierten Kader erfolgreich sein werden. Aber wir müssen sehen, wer fit ist."

Beim vergangenen Spiel in fremder Halle kam der HVS mit 33:51 unter die Räder. Aber die Staßfurter wollen alles daran setzen, dass die Partie in Hermsdorf kein Freiberg 2.0 wird.