Blankenburg (chj) l Mit einer Liste an Ausfällen, die schon selbst eine spielberechtigte Mannschaft aufbieten würde, reisten die Landesklasse-Fußballer der ZLG Atzendorf zum Blankenburger FV, wo sie sich mit 0:3 (0:1) geschlagen geben mussten.

Christian Rock (verletzt), Alexander Kutz, Thomas Sonnefeld (beide krank), Artan Isufi, Benjamin Schleysing (beide Arbeit), Robert Stange, Stefan Rock, Andreas Spangenberg und Kay Faatz (alle gesperrt) standen dem Trainergespann nicht zur Verfügung. Angesichts der vielen Ausfälle galt die Marschroute, dass vor allem die Null stehen soll. "Das sah auch gar nicht so schlecht aus", erklärte Trainer Grohe im Hinblick auf die Defensive. Es war nicht verwunderlich, dass die Offensivleistung "gegen Null tendierte".

So ging es mit einem knappen Rückstand in die Pause. Dabei hätten die Gäste durchaus einen Nadelstich setzen können, doch Michael Gehrke vergab. Allerdings hätte die ZLG sich aber auch über einen weiteren Gegentreffer nicht beschweren können.

Zur Pause wartete das Trainergespann mit einer Überraschung auf. Während Lukas Fiser von Beginn an das Tor hütete, saß Sascha Eisenträger zunächst auf der Bank. Mit Wiederanpfiff absolvierte der mittlerweile kurierte Langzeitverletzte seine erste Partie - jedoch nicht als Torwart, sondern als rechter Verteidiger. Not macht eben erfinderisch. Ein allzu großes Risiko war es jedoch nicht, Grohe kennt die fußballerischen Qualitäten seines Keepers. "Er ist auch im Training immer gut dabei." Zudem entpuppte sich Eisenträger als Verstärkung. "Er war einer der wenigen, dessen Pässe fast immer ankamen", lobte Grohe.

Genau darin lag das Atzendorfer Problem. Während die Blankenburger auf dem Kunst-rasen mit vielen Kurzpässen agierten, versuchten es die Gäste zu häufig mit langen Bällen. "Die Zuspiele aus dem Mittelfeld kamen selten an." So erlange der BFV Platzhohheit und legte zwei Treffer nach.

Unzufrieden war Grohe jedoch nicht, "weil wir noch nie in dieser Formation gespielt haben". Stadtdessen lobte er die gute Stimmung "vor, während und nach der Partie. Allen war bewusst, dass alles hätte passen müssen, um einen Punkt zu entführen." Optimistisch stimmt die Tatsache, dass sich die personelle Lage bereits am Sonnabend gegen Wulferstedt entspannen wird.

ZLG Atzendorf: Fiser - Wolter, Maier, Voigtländer (73. Loche), Ebeling (84. Brüggemann), Linsdorf, Sura, Gehrke (46. Eisenträger), Knoll, Tolle, Strobusch

Tore: 1:0 Sebastian Lehmann (27.), 2:0 Robert Matznick (68.), 3:0 Sebastian Lehmann (88.); SR: Dirk Reider (Nienhagen); ZS: 89