Atzendorf/Magdeburg (fna). Sie brennen auf den Rückrundenstart, die Fußballer der ZLG Atzendorf. "Wir hätten gern schon in der Vorwoche gespielt", sagt Steffen Grohe aus dem Trainergespann mit Bernhard Knoll. Es wäre die Partie gegen den SV Altenweddingen gewesen, den 13. der Landesklasse, Staffel II. Es wäre ein vermeintlich seichter Start ins neue Jahr geworden. Doch das Wetter hat der ZLG einen Strich durch die Rechnung gemacht. Morgen steht nun der Dritte TuS Magdeburg-Neustadt gegenüber. Sicherlich ein harter Brocken, praktisch ein Sprung ins kalte Wasser. Anpfiff ist um 14 Uhr.

Die Lust am Fußball haben die Atzendorfer im Trainingslager in Schierke vor kurzem aufgefrischt. Vier Tage lang "hat alles gepasst, die Stimmung war gut, es war für die Mannschaft eine gute Erfahrung", erklärt Grohe. Nebenbei sprang noch ein 1:0-Sieg gegen Germania Wernigerode heraus, den Treffer erzielte Denny Reuscher.

Auf ihn wird es womöglich auch morgen ankommen, er muss den gelbgesperrten Steffen Linsdorf im Sturm ersetzen. Auch ein Grund, wieso die ZLG nun endlich spielen will. "Sonst schiebt Steffen die Sperre immer weiter vor sich her." Zudem war bis gestern der Einsatz von Niels Graichen noch nicht geklärt, Christian Rock laboriert an einer Fußverletzung aus einem Hallenturnier. Positives gibt es hingegen vom Langzeitverletzten Tobias Sura. "Er ist wieder fit", berichtete Grohe freudig. Er wird morgen also dabei sein.

Am Dienstag gab es ein Training auf dem Rasenplatz. "Der war ganz schön aufgeweicht", musste Grohe eingestehen. Doch seitdem durften einige Tage Sonne und Wind ihre "Arbeit" verrichten. So es heute und morgen nicht "aus Kübeln" schüttet, dürfte das Geläuf bespielbar sein. Ob angepfiffen wird, könne sich heute oder morgen Vormittag durchaus noch kurzfristig entscheiden.

Wird gespielt, erwartet der ZLG-Coach eine Partie auf Augenhöhe. Im Hinspiel verkaufte sich Atzendorf gut, ließ aber in der Chancenverwertung zu wünschen übrig. Eben in dieser Frage erwies sich TuS eiskalt, bestrafte vier Fehler in der ZLG-Abwehr dreimal. "Das hat sich dann wie ein roter Faden durch die bisherige Saison gezogen", resümiert Grohe. "Das müssen wir abstellen, dann können wir den Magdeburgern Paroli bieten." Dann wäre es auch egal, ob es ein seichter Start oder ein Sprung ins kalte Wasser wäre.