Atzendorf (sam). Die Geduld der Atzendorfer wurde auf eine harte Probe gestellt. Die Landesklasse-Fußballer der ZLG mussten lange auf das Ergebnis aus Irxleben, die den ärgsten Verfolger der ZLG im Kampf um den Klassenerhalt empfingen, warten. Als das Resultat dann endlich über den Ticker lief, war nicht nur dem Trainergespann Bernhard Knoll und Steffen Grohe die Erleichterung anzusehen. Die 2:4-Auswärtsniederlage der Magdeburger bedeutete für die Atzendorfer das vorzeitige Erreichen des Klassenerhalts und das, obwohl sie am Sonnabend gegen Germania Olvenstedt mit 1:5 (0:3) unterlagen.

So konnte Knoll dem Spieltag noch etwas positives abgewinnen. "Wir haben unser Ziel erreicht und können die letzten beiden Spiele ruhiger angehen", sagte er. Am meisten ärgerte ihn die Tatsache, dass "es nicht die wahre Mannschaft ist, die auf dem Platz steht". Dass sie an den vergangenen Wochen nicht ihr volles Leistungspotenzial abrief, hatte verschiedene Gründe. Die personell angespannte Situation war nur einer. Das Trainergespann war somit erneut zum improvisieren gezwungen. In die Innenverteidigung rückte neben Silvio Franzelius der erst 17-jährige Philipp Voigtländer. "Er hat eine super Partie abgeliefert. Er hat läuferisch und taktisch alles gegeben", lobte Knoll. Zudem löste er seine Aufgabe, er sollte Andreas Bode, den torgefährlichsten Akteur, aus der Partie nehmen, gut.

Die Treffer markierten dann andere wie Thomas Zabel in der elften Minute. Er brachte seine Farben mit 1:0 in Führung. Diese baute Patrick Kohrmann mit einem Doppelschlag in der 16. und 25. Minute weiter aus. Der Gastgeber erarbeitete sich ebenfalls insbesondere durch Danny Reuscher gute Chancen, die allerdings ohne Erfolg blieben. "Wir haben vier Chancen und treffen nicht ein einziges Mal, Olvenstedt hat zwei und trifft", ärgerte sich Knoll über die Chancennutzung. Für die Atzendorfer galt für die nachfolgenden Minuten "sich wieder zu finden und Schadensbegrenzung zu betreiben".

Die Ansprache des Trainergespanns verfehlte ihr Wirkung nicht. "Wir wollten rausgehen, als stände es 0:0", sagte Knoll. Das gelang zumindest bis zur 52. Minute, als die Gäste einen Strafstoß zugesprochen bekamen. Den verwandelte Bode sicher zum 0:4. Für seine gute Leistung belohnte sich Reuscher in der 71. Minute, als er sich auf der linken Seite den Ball erkämpfte, nach innen zog und zum 1:4 verkürzte. In den Schlussminuten segelte der Ball nach einer langen Flanke in den Strafraum. Am langen Pfosten hatte sich Denis Neumann postiert. Er setzte den Schlusspunkt und traf zum 1:5-Endstand (90.).

Die Niederlage hatten die Atzendorfer schnell weggesteckt, nach dem sie das Ergebnis aus Irxleben erfuhren. In dem Moment war ein kurzer Aufschrei zu hören, denn statt Trauer überwog nun die Freude über den vorzeitig errungenen Klassenerhalt. Die Geduld hatte sich also gelohnt.

Atzendorf: Eisenträger - Graichen, Franzelius, Wolter, Voigtländer, Linsdorf, Stange (69. Faßhauer, Ingler, Reuscher, Rock, Knoll (76. Mühlenberg)

Olvenstedt: Wende - Hallbauer, Müller (60. Sander), Zabel, Puchowka (57. Schulze), Frank, Kohrmann, Bode, Neumann, Gasch, Küster (87. Ahrendt)