Die D-Juniorenkicker des 1. FC Lok Stendal haben am Wochenende den Hallen-Landesmeistertitel erkämpft. Jetzt stehen die Altmärker in der Endrunde um den NOFV-Meisterschaft.

Stendal l Bei der Hallenlandesmeisterschaft in Braunsbedra bestritten die Stendaler Kicker das Auftaktspiel gegen den VfL Halle 96.

Nach zähem Beginn auf beiden Seiten wurde es zum Ende doch noch ein ungefährdeter 3:0-Erfolg für Lok. Im zweiten Gruppenspiel hieß der Gegner VfB IMO Merseburg. In dieser Partie lief es für die Lok-Jungs von Anbeginn besser, einzig die Verwertung der Torchancen ließ zu wünschen übrig. Dennoch wurde ein ungefährdeter 3:0-Sieg eingefahren und somit bereits das Ticket für das Halbfinale gebucht.

Finalsieg gegen 1. FC Magdeburg

Im letzten Vorrundenspiel kam es dann zum ersten Aufeinandertreffen mit dem 1. FC Magdeburg. Nach schnellem 0:1-Rückstand ging die Ordnung im Spiel der Stendaler verloren. Und da man das Ticket für das Halbfinale bereits gelöst hatte, fehlte auch der unbedingte Wille, das Spiel zu gewinnen - 1:4.

Das sollte jedoch an diesem Tage der einzige Ausrutscher sein, denn im darauf folgenden Kabinengespräch schwor sich das gesamte Team auf das Halbfinalspiel gegen den FC Grün-Weiß Piesteritz ein.

Und die Lok-Jungs legten auch los wie die Feuerwehr. Sowohl spielerisch als auch kämpferisch waren alle Lok-Kicker bereit, alles zu geben, um eine Medaille mit nach Hause zu bringen.

Und so kam es, wie es kommen musste, auch die Piesteritzer stoppten die Stendaler auf ihrem Weg ins Finale nicht. Lok gewann 3:1.

Im Finale trafen die Rolandstädter wieder auf einen alten Bekannten aus der Vorrunde, denn der 1. FCM setzte sich in seinem Halbfinale glücklich im Neunmeterschießen gegen den Halleschen FC durch. Und wer dachte, der Titel ist schon an den Favoriten aus der Landeshauptstadt vergeben, der sollte eines Besseren belehrt werden.

Denn nachdem die Lok Kicker die Vizelandesmeisterschaft bereits in der Tasche hatten, wollten sie mehr. Vor den Augen der FSA-Verantwortlichen Olaf Glage und Lutz Rachholz ließen die Lok-Jungs über 15 Minuten dem 1. FCM nicht den Hauch einer Chance. Angriff auf Angriff lief auf das Tor des Favoriten, der nach schnellem Rückstand überhaupt keine Mittel mehr fand.

Durch die große Unterstützung der Eltern und Geschwister nach vorn gepeitscht, spielte sich das Lok-Team förmlich in einen Rausch und fegte den 1. FCM förmlich aus der Halle. Was danach kam, war nur noch Jubel pur.

Der 1. FC Lok Stendal nahm den Hallenlandesmeistertitel völlig verdient mit in die Altmark.

1. FC Lok Stendal: Glomb, Bittner 1, Wendt 5, Klautzsch 3, Smak, Pfeiffer 1, Bosse 2, Rieger 3, Ludwig, Paehr, Braunschweig.

Lauro-Cup in Halberstadt

Als frisch gebackener Hallenlandesmeister von Sachsen-Anhalt gab es keine Verschnaufpause, denn das Trainergespann Bittner/Klautzsch meldete die Jungs wenn auch in einer etwas anderen Besetzung bereits einen Tag später zum 9. Lauro-Cup beim VfB Germania Halberstadt an.

Im Teilnehmerfeld fanden sich immerhin fünf aktuelle Landesligisten wieder. Wer dachte, die Lok-Kicker wären nach ihrem großen Wurf tags zuvor nicht mehr hungrig auf Siege und Titel, sollte sich irren. Auch dieses Turnier gingen die Spieler konzentriert an und hielten am frühen Sonntagabend nach fünf Siegen in fünf Spielen erneut einen Pokal in den Händen.

Und damit nicht genug, denn auch die Krone des besten Torschützen (Lukas Pfeiffer) und die des besten Spielers (Fabian Paehr) nahmen die Stendaler Kicker mit nach Hause.

Es war ein rundum gelungener Auftritt der jungen Stendaler Fußballer .

1. FC Lok Stendal: Bittner, Müller 2, Klautzsch 3, Smak 5, Paucke, Paehr 4, Pfeiffer 5, Rieger 1, Tirpitz 3, Bosse.

Ergebnisse:

1. FC Lok SDL - 1. FC Magdeburg 1:0

1. FC Lok SDL - Einheit Wernigerode 5:0

1. FC Lok SDL - TuS 1860 Magdeburg 8:0

1. FC Lok SDL - Hedersleber SV 6:1

1. FC Lok SDL - VfB Germania Halberstadt 3:1

NOFV-Meisterschaft in Döbeln

Am heutigen Sonnabend geht es für das altmärkische Erfolgsteam bereits weiter. Der Landesmeister spielt um die Meisterschaft des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) in Döbeln. Die Gegner hier sind der FC Hansa Rostock, FC Energie Cottbus, RB Leipzig, SC Staaken sowie Wacker Gotha.