TuS Wahrburg hat seine Aufstiegschancen gewahrt. Im Spitzenspiel der Fußball-Kreisoberliga besiegte das Audorf-Team die Mannschaft vom SV Grieben verdient mit 2:1.

Wahrburg l Beide Teams brannten nicht das große Offensivfeuerwerk ab. Es sollten zunächst Gegentore verhindert werden. Wahrburg war vor der Pause die Mannschaft, die etwas mehr für das Spiel tat. Grieben hielt gut dagegen.

Tim Prenzel sieht für Nachschlagen Rot.

Es gab zwar einige Möglichkeiten hüben wie drüben, der echte Hundertprozenter war aber nicht dabei. Als sich alle schon auf den Pausentee einstellten, musste Schiedsrichter Jan Reinecke die erste Karte zücken und die war gleich Rot. Wahrburgs Tim Prenzel ließ sich bei einer harmlosen Szene zum Nachschlag hinreißen. Damit tat er seinem Team kein gefallen.

Wer nun dachte das Grieben in Überzahl mehr tat, sah sich getäuscht, denn die Hausherren blieben optisch überlegen. Die erste Chance der zweiten Halbzeit hatte Griebens Carsten Horn. Nach einem Freistoß von Martin Albrecht erwischte Horn frei vor dem TuS Tor die Kugel nicht richtig. Keeper Andreas Trocha pflückte den Ball runter.

In der 55. Minute jubelten die Gastgeber obwohl sie nicht den Ball selbst im Tor unter gebracht hatten. Das taten die Griebener. Nach einem Freistoß bekam der Gast das runde Leder nicht aus dem Strafraum. Zweimal schossen sie sich gegenseitig ab. So war Robin Zander der Unglückliche, der getroffen wurde. Von ihm aus landete das Spielobjekt im eigenen Kasten. In der Folge bekam der SVG einfach zu wenig auf die Kette. Im Spielaufbau gab es Fehler und auch die Flanken landeten hinter dem Tor. Wahrburg hatte meist alles im Griff, deutete seine Gefährlichkeit an, doch bei der letzten Aktion fehlte auch die große Torgefahr.

Nach 74 Minuten hieß es plötzlich doch 1:1. Wahrburgs Philipp Diekmann und Julien Hesse behinderten sich beim Kopfball gegenseitig. Nino Witte bekam die Kugel und versenkte eiskalt zum 1:1. Die Freude wehrte aber nicht lange. Griebens Abwehr attackierte Pascal Wennrich nicht zwingend. Sein Abspiel fand Alexander Rehmer, der von der Strafraumgrenze per Außenrist unhaltbar traf. Danach brachte TuS den Sieg sicher heim.

"Das war oft zu zerfahren von uns. Vor allem in Überzahl müssen wir einfach mehr machen", analysierte Gästecoach Andreas Witte. "Wir haben Grieben letzte Woche beobachtet und ein Konzept gefunden, um sie zu packen", freute sich TuS Vereinscheff Marco Friedrich.

Torfolge: 1:0 Eigentor Zander (55.), 1:1 Witte (74.), 2:1 Rehmer (77.). Bes. Vork.: Rot Tim Prenzel (Wahrburg 45.).