Langenweddingen (sku) l Am sechsten Spieltag der Sachsen-Anhalt-Liga empfängt der SV Langenweddingen heute Abend in der heimischen Sporthalle "Am Heßberg" den Dessau-Roßlauer HV. Beide Teams liegen im sicheren Mittelfeld der Tabelle, der SVL mit 6:4 Punkten auf Platz vier, die Drittliga-Reserve mit 4:6 Zählern auf Rang acht.

In der Vorwoche erzielten beide Vereine unterschiedliche Ergebnisse. Nach holprigem Saisonstart gelang dem DRHV wieder ein Erfolg, diesmal mit 28:25 gegen den HSV Haldensleben. Dahingegen unterlag der SVL mit 23:25 in Landsberg und ist somit auf Wiedergutmachung aus. Dennoch stellt sich die Frage, mit welchem Personal ein möglichst erfolgreiches Spiel bestritten werden soll? Seit Wochen plagen sich die Hausherren mit enormen Ausfällen herum, auch heute werden aller Voraussicht nach nur acht einsatzfähige Spieler zur Verfügung stehen.

Im Spiel gegen Landsberg traf man zwar auf einen bezwingbaren Gegner, doch die eigene enttäuschende Vorstellung verhinderte ein erfolgreiches Abschneiden. Somit haben sich die Sülzetaler erst einmal aus der Spitzengruppe verabschiedet und es bleibt nur die Hoffnung auf eine Überraschung. Angesichts der vielen Verletzten geht die Favoritenrolle klar an das Gästeteam.

An ein vernünftiges Training unter der Woche ist derzeit nicht zu denken, es stehen einfach zu wenige Spieler zur Verfügung. Dass im Handball so wichtige Einspielen oder ein gezieltes Vorbereiten auf den kommenden Gegner, ist aktuell nur schwer vorstellbar. Erschwerend kommt hinzu, dass selbst bei der Formation keine Planungssicherheit gegeben ist.

Ungewissheit herrscht aber auch bei der möglichen Aufstellung der Gäste, die eventuell den ein oder anderen aus dem Drittliga-Team bei der Reserve mitauflaufen lassen. Die Truppe aus Dessau-Roßlau verfügt über ein routiniertes Team, viele Akteure haben jahrelang höherklassig gespielt. Viele dieser Anzeichen sprechen deshalb nicht für den SV Langenweddingen.

Trotz der schwierigen Ausgangslage wird sich die Mannschaft nicht kampflos ergeben und hofft dabei wieder auf zahlreiche Unterstützung von den eigenen Fans. Die große Frage, wie die vielen Ausfälle kompensiert werden sollen, bleibt dennoch bestehen. Mit der entsprechenden Kampfbereitschaft, einer guten Chancenauswertung und dem nötigen Glück ist vielleicht einiges möglich.

Schiedsrichter: Krause/Richter (beide TSG Calbe)