Blankenburg (fbo) l Nach einer kleinen Durststrecke haben sich die Kicker des Blankenburger FV mit einem Heimsieg zurückgemeldet. Die Gäste vom SV Schwarz-Gelb Bernburg besiegte die Fieberling-Elf verdientermaßen mit 2:1.

Am Anfang waren beide Seiten um einen geordneten Spielaufbau bemüht. Dabei kamen die Blütenstädter schon früh zu guten Möglichkeiten. Björn Friedrichs und Philipp Brüser hätten durchaus für die Führung sorgen können. "Im Grunde hätte nach zehn Minuten schon Ruhe sein können", sah es BFV-Trainer Matthias Fieberling ähnlich. Weil im Fußball aber nicht der Konjunktiv zählt, blieb es rund 30 Minuten lang torlos. Bis dato kamen die Saalestädter auch zu einigen guten Angriffen.

Das 1:0 hatte sich der Gastgeber dann verdient. Über die rechte Angriffsseite nahm Friedrichs einen Pass auf, umkurvte den Torwart und schoss...an den Pfosten. Zum Glück für die Blankenburger war Brüser mitgelaufen und stand goldrichtig. Er schob das Leder im Nachsetzen in die Maschen.

Der BFV trat teilweise zu unruhig und ungenau beim Passspiel auf. "Das war das einzige, was ich bemängeln konnte", so Fieberling rückblickend. Erkämpfte Bälle wurden zu leichtfertig abgeschenkt - darunter litt der Spielfluss.

Mit Beginn des zweiten Durchgangs wollte Blankenburg den Gegner kommen lassen, um selbst die entstehenden Räume zu nutzen. Das klappte auch ordentlich, der BFV stand gut gestaffelt und kam zu einigen Torraumszenen. Dem 2:0 ging ein ruhender Ball voraus. Christoph Pinta vollendete einen Freistoß aus zentraler Position erfolgreich in den Winkel. "Dafür haben wir ihn aus Darlingerode geholt", freute sich Fieberling, "endlich hat es nach so vielen Versuchen für ihn geklappt".

Es folgten gleich mehrere viel versprechende Aktionen der Blütenstädter, alle blieben ohne Erfolg. Zu leichtfertig ließen die Gastgeber diese Großchancen liegen. So traf Pinta nach einem tollen Zuspiel von Robert Matznick aus rund sieben Metern den Ball per Kopf nicht optimal.

Stattdessen ließen sich die Harzer "noch einen reinkegeln", kritisierte Fieberling. Wie beim Ping-Pong schafften es die Blankenburger nicht, den Ball zu klären. Immer wieder landete die Kugel in der Zentrale. Jens Basener beendete diese "Showeinlage" mit dem Anschlusstreffer. Jetzt war die Unruhe auf BFV-Seite spürbar. Die letzten, weniger erfolgreichen, Ergebnisse im Kopf folgte eine spannende letzte Viertelstunde. Als SV-Keeper Christian Richter einen BFV-Konter außerhalb des Strafraums per Hand klärte, sah er Rot. Trotz Feldspieler im Tor hielt Bernburg den guten Chancen (Schröder, Schreiber) stand. Auf der anderen Seite versuchte es der SV mit langen Bällen und sorgte damit mehrfach für Unruhe. Am Ende blieb es beim 2:1.

Für den BFV geht es mit zwei Auswärtsspielen (Veckenstedt und Staßfurt) weiter.

Blankenburger FV: Robinson - Schwarzenberg, Wegert (85. Schreiber), Neudek, Friedrichs (66. Schröder), Neuhaus, Matznick, Pinta, Brüser, Zablinski, Leventyüz (66. Rudolf);

Torfolge: 1:0 Philipp Brüser (29.), 2:0 Christoph Pinta (66.), 2:1 Jens Basener (74.); Schiedsrichter: Robert Pankow (Wernigerode); Zuschauer: 55.