Der HV Ilsenburg muss auch nach seinem ersten Heimspiel in der Handball-Verbandsliga weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Lange Zeit in Führung liegend, musste sich das Team von Trainer Martin Kays dem starken Neuling TuS Magdeburg-Neustadt am Ende noch 28:30 geschlagen geben.

Ilsenburg l Dabei waren die Hausherren sehr gut in die Partie hinein gekommen. "Die erste Halbzeit lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen: Meine Vorgabe, aus einer stabilen Deckung heraus zu agieren, und im Angriff durch sichere Spielabläufe zum Erfolg zu kommen, ist voll aufgegangen", so Trainer Martin Kays. Über die Stationen 5:1, 7:8 und 13:10 war die 16:13-Pausenführung eine logische Konsequenz der guten Ilsenburger Teamleistung.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit agierten die Hausherren mit dem gleichen Elan und erarbeiteten sich bis zur 40. Spielminute eine scheinbar vorentscheidende Sechs-Tore-Führung (20:14). Dem ersten Sieg der Saison schien somit nichts entgegenzustehen. Doch dann überschlugen sich die Ereignisse. Die Magdeburger stellten nach einer Auszeit ihr Abwehrsystem auf eine offene Manndeckung um, die sie auch bis zum Ende des Spiels beibehielten. "Diese Deckungsvariante über 20 Minuten spielen zu können, muss man respektvoll anerkennen", lobte Kays das gegnerische Team.

Der mühsam erkämpfte Vorsprung war schon binnen weniger Minuten beim Stand von 23:23 aufgebraucht. In der Schlussphase versuchten die Ilsenburger ihrerseits mit Spielwitz, Ruhe und mannschaftlicher Geschlossenheit dagegen zu halten, leisteten sich aber durch das druckvolle Verteidigen der Magdeburger immer wieder entscheidende Abspielfehler. In einer packenden Schlussphase hatten der Aufsteiger aus Magdeburg aufgrund der offensiven Deckungsarbeit das bessere Ende für sich und feierte mit seinem lautstarken Anhang einen knappen 30:28-Sieg.

HVI-Trainer Martin Kays zollte seiner Mannschaft trotz der Niederlage großen Respekt, zumal die Niederlage am Ende auch einen faden Beigeschmack hatte. "Letztlich gewann eine Magdeburger Mannschaft, die von Magdeburger Schiedsrichtern gepfiffen wurde und über 60 Minuten eine harte und vielfach unbestrafte Gangart zeigte. Hier stimmt auch das Siebenmeter-Verhältnis von 1:8 nachdenklich", monierte der Ilsenburger Trainer.

HV Ilsenburg: Homann, Gelinski - Sadowski (6), Eckardt (1), Dallmann (5), Gohlke (3), Dörge (3), Brune (5), Kausch (4), Bittner (1), Hoffmann;

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 6 + Rot gegen Mario Dallmann (56., dritte Zeitstrafe) - TuS Magdeburg 4; Siebenmeter: HV Ilsenburg 1/1 - TuS Magdeburg 8/8.