Die Handballerinnen des HSV Haldensleben haben auch das Rückspiel um den HVSA-Landespokal beim TSV Niederndodeleben gewonnen und damit den "Pott" in die Kreisstadt geholt. Nach dem 28:23 im Hinspiel hieß es dieses Mal 36:34 für die Gäste.

Niederndodeleben l Coach Michael Funke hatte seine Mannschaft auf das Heimspiel eingeschworen, schließlich galt es, den Fünf-Tore-Rückstand so bald wie möglich zu egalisieren. Der TSV legte somit zu Hause gleich ordentlich Tempo und eine knappe Führung vor. Haldensleben hielt dagegen und ging das Tempo mit. Die Partie riss die zahlreichen Zuschauer mit sich. Die Aktionen der Spielerinnen wurden beklatscht und gefeiert, Trommelwirbel verwandelte die Wartberghalle schnell in ein Tollhaus, in dem beste Stimmung herrschte. Die Akteure "auf der Platte" schenkten sich nichts und lieferten sich rassige Zweikämpfe. Beide Deckungsreihen mühten sich, fanden aber gegen die jeweiligen Angreifer keine wirklichen Lösungen, zu offensiv agierten beide Teams. Für die Zuschauer deutete sich somit schon beizeiten an, dass sie an diesem Tag viele Tore sehen würden. Was die Spieler auf die Platte zauberten, war ohne Frage eines der stärksten Pokalfinals der letzten Jahre.

Der TSV ging zunächst 4:1 in Führung. Justine Schmitz sorgte mit drei knallharten Würfen für den Ausgleich und war mit acht Treffern erfolgreichste Torschützin der Gästemannschaft. Der TSV Niederndodeleben legte mit schnellem Spiel immer wieder vor. Herausragende Schützen waren hier Anja Schröder (7/4), Karleen Hartmann (7) und Josephine Klöppel (7) .

Beim Stand von 10:10 meisterte die wieder überzeugend agierende Silke Schache im HSV-Tor einen Siebenmeter und kurz danach zwei freie Würfe der Gastgeber. Die Haldensleberinnen führten - nun unter Regie von Kapitän Anne Stutz - 12:10 und 15:14. Ihre Überzahl nutzten die TSV-Damen allerdings wieder zur 17:15-Halbzeitführung.

Der nervöse Beginn mit Fehlern auf beiden Seiten brachte keiner Seite Vorteile. Es blieb eng - 19:18 (37.) und 21:21 (44.). Die Zwischenstände verdeutlichten, dass sich die Haldensleberinnen ihren Fünf-Tore-Vorsprung aus dem ersten Finalspiel nicht mehr nehmen lassen wollten. Selbst eine offensive Deckung des TSV brachte keine entscheidende Änderung mehr. Joelina Kortz mit zwei Toren von der rechten Außenposition brachte eine Viertelstunde vor dem Ende die Führung für die Gäste

TSV Niederndodeleben: Sichmund, Hoffmeister - Schröder 7/4, Maue 1, Tornow, Bruckbauer 4, Bange 3, Wilke 1, Matthei 1, Hartmann 7, Thomas, Wallborn 1, Mainka 2, Klöppel 7.

HSV Haldensleben: Schache, Schäfer - Reißberg 3, Carolin Beck 3, Christin Beck 3, Hoffmann 2, A. Stutz 5, Bergmann 1, Schmitz 8/3, L. Umbusch 2, S. Umbusch 5/2, Rips, Ewert, Kortz 4.

Siebenmeter: TSV 6/5, HSV 8/6, Zeitstrafen: TSV 5, HSV 6

Schiedsrichter: Schmid, Richter (Zeitz)