"Deutscher Meister ist nur der SKV, nur der SKV, nur der SKV..." hallte es am Samstag auf den Bahnen des SKC Nibelungen Lorsch. Die Kegler des SKV Rot-Weiß Zerbst sicherten sich zum neunten Mal in Folge die deutsche Meisterschaft.

Lorsch (mhe/sza) l Mit dem 7:1-Erfolg im Spitzenspiel in Lorsch machte der SKV die deutsche Meisterschaft bereits drei Spieltage vor Ultimo perfekt und dies verlustpunktfrei.

"Unser Ziel ist es, jedes Jahr deutscher Meister zu werden. Es ist der wichtigste Titel und ich freue mich, jetzt schon ein wenig feiern zu können", gewährte der Zerbster Teamchef Timo Hoffmann Einblick in seine Gefühlswelt.

Das Start-Duo Torsten Reiser und Mathias Weber stellte die Weichen auf Sieg. Weber (627) musste gegen den besten Lorscher, Thorsten Gutschalk (637), ran und gewann gleich die ersten beiden Sätze. Gutschalk kam im dritten Durchgang mächtig stark auf, doch Weber hielt gut dagegen und sicherte mit 3:1 Satzpunkten (SP) den ersten Mannschaftspunkt (MP).

Reiser (628) hatte mit Jochen Steinhauer (599) nur anfangs einige Probleme. Im zweiten Durchgang sorgte er mit einer 178er Bahn für eine Vorentscheidung und siegte mit 3:1 SP.

Das Mittelpaar Uros Stoklas und Axel Schondelmaier startete mit Weltklasse-Leistungen jenseits der 170er Marke. Schondelmaier überforderte seinen jungen Gegner Michael Schmidt und holte überlegen mit 3:1 bei 613:538 Kegeln seinen MP.

"Wie in weiten Teilen der Saison haben wir auch heute von der mannschaftlichen Geschlossenheit profitiert."

SKV-Teamchef Timo Hoffmann

Stoklas konnte den starken Beginn nicht fortsetzen. Sein Gegenspieler Jurek Osinski (606) gewann die folgenden beiden Sätze. Der Zerbster schaffte erst auf der Schlussbahn die Wende zum eigenen Erfolg. Seine 616 Kegel hatten noch Luft nach oben. Er holte mit 2:2 SP den nächsten MP.

Vor dem Schlusspaar mit Thomas Schneider und Boris Bendik war die Partie entschieden. Schneider lieferte gegen Holger Walther (616) eine souveräne Vorstellung ab. Mit vier ausgeglichenen Bahnen und dem Tagesbestwert von tollen 647 Kegeln siegte er nach Satzgleichheit.

Benedik fand in Michael Straub seinen Meister. Straub gelang mit 627:605 Kegeln der Ehrenpunkt für die Lorscher.

"Wie in weiten Teilen der Saison haben wir auch heute von der mannschaftlichen Geschlossenheit profitiert. Man hat aber auch gesehen, dass nach oben immer noch Luft ist", fasste Hoffmann die Partie zusammen.

Am kommenden Wochenende sind die Zerbster auf der Heimbahn aktiv. Dann wird der Tabellensechste, der SKV Peiting, zu Gast sein.

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