Zerbst l Am Samstag gingen die Handball-Männer des HSV 2000 Zerbst vor heimischer Kulisse auf Punktejagd in der Anhaltliga. Der SV Finken Ra- guhn wurde mit 34:21 (17:10) aus der Sporthalle "Zur Jannowitzbrücke" gefegt.

Mit einer vollen Bank und viel Selbstvertrauen gingen die HSVer ans Werk. Von Beginn an waren die Spieler konzen- triert. Die Gäste hatten nur in den ersten zehn Spielminuten (6:5) der Heimmannschaft etwas entgegen zu setzen. Im weiteren Spielverlauf bauten die Zerbster ihr Torpolster aus. Die Gastgeber waren diszipliniert im Spielaufbau und hielten sich an die gesetzten Vorgaben. Auf allen Positionen wurde rotiert und Gefahr ausgestrahlt. Das Spiel der Zerbster war so zu keinem Zeitpunkt zu durchschauen. Alle Akteure konnten sich in die Torschützenliste eintragen. Einen guten Eindruck hinterließ Lucas Ille aus der A-Jugend im ersten Spielabschnitt mit drei erzielten Treffern.

In der Verteidigung wurde gut verschoben und beherzt zugegriffen. Die vier Zeitstrafen auf Zerbster Seite widerspiegeln die energische Gangart. Dennoch war die Partie zu jedem Zeitpunkt fair geführt und die Unparteiischen hatten mit der Leitung des Matches keinerlei Probleme. Christian Geilich zeichnete sich im Tor der Zerbster mit zehn Paraden in der ersten Hälfte aus. So trug auch er dazu bei, dass diese Begegnung bereits mit dem Halbzeitpfiff entschieden war. Einziges Manko im ersten Spielabschnitt waren fünf bis sechs überhastete Fehlabspiele, durch die schnelle Gegenstöße eingeleitet werden konnten und so ein komfortablerer Vorsprung verhindert wurde.

Mit einem Sieben-Tore-Plus (17:10) ging es in die Kabinen.

In der Pausenansprache brauchte nicht viel analysiert und korrigiert werden. Die Mannschaft sollte mit dem gleichen Engagement sofort an die Leistung der ersten Spielhälfte anknüpfen und couragiert weiterspielen.

Dieses Vorhaben gelang eindrucksvoll. Ab Wiederanpfiff kamen die Gäste in elf Minuten nur zu zwei Toren und der HSV setzte sich mit neun Treffern (21:12) ab. Die Heimsieben hielt das Tempo hoch, doch es schlichen sich einige technische Fehler und Fehlabspiele ein. Diesem Trend entgegnete der Heimtrainer David Maerten in der Auszeit. Mit kurzen klaren Anweisungen und frischen Kräften ging es in die Schlussviertelstunde. Jonas Döhring bekam nun im Dress der Zerbster Männer seine Einsatzzeit und rechtfertigte diese mit guten Leistungen. In den furiosen Schlussminuten legte die Heimsieben noch einmal richtig drauf. Beim Stand von 34:21 pfiffen die Schiedsrichter das Match ab.

Alle Beteiligten waren erfreut über das beherzte und unerschrockene Auftreten des A-Jugend-Nachwuchses. Die drei Spieler sollten diese Erfahrungen aufsaugen und den Schwung mit in die Sachsen-Anhaltliga-Saison der A-Jugend nehmen.

Für den HSV geht es am Sonntag nach Dessau. Gegner ist um 13 Uhr die SG Kühnau II.

HSV Zerbst: Engler, Geilich - Rummel (5), Lewin (12/5), Natho (3), Krümmling (3), Miotke, Hohmann (3), Tiepelmann (4), Döhring, Ille (4), Kuczewski, Hanke. Trainer/Betreuer: Maerten, Gerke.