Zerbst/Nedlitz l Für die Landesklasse-Kicker aus Zerbst und Nedlitz steht heute der 26.Spieltag an. Für beide könnten die Aufgaben nicht unterschiedlicher sein.

Die Zerbster reisen zum SV Kali Wolmirstedt, einem Team aus dem Tabellenkeller (16 Punkte, Rang 15) und muss dort einen vollen Erfolg verbuchen, um am Spitzenreiter Union Heyrothsberge dranzubleiben. "Wir brauchen drei Punkte. Da gibt es nichts anderes zu sagen", meinte Trainer Torsten Marks. "Alles, was jetzt kommt und nicht drei Punkte bringt, nützt uns gar nichts", fügte er an.

Personell muss der Coach heute auf Carsten Kosel, Daniel Ernst und Christopher Sens verzichten. Alle drei sind verletzt. Kosel fällt für den Rest der Serie aus. Er hat sich beim Mountainbiken das Schulter-Eck-Gelenk verletzt und wurde bereits operiert. Ernst fällt mit Leistenproblemen für zwei Wochen aus und Sens muss eine Fußverletzung auskurieren.

"Das darf kein Problem sein. Wir haben genügend gute Spieler und sind absolut in der Verfassung, dass wir beim heutigen Gegner gut abschneiden", betonte Marks. "Ich bin zuversichtlich, dass wir es schaffen."

Im Hinspiel wurde beim 7:2 ein klares Ergebnis erzielt. So ein Kantersieg wäre heute auch nicht schlecht. "Das 7:2 war klar, aber wir haben gesehen, dass Kali eine gute Spielanlage und gute Spieler hat. Mich wundert es sehr, dass sie da unten stehen", so Marks, der mahnend den Finger hob: "Wir dürfen sie nicht unterschätzen. Sie haben sich noch lange nicht aufgegeben und werden alles versuchen, um uns ein Bein zu stellen." Ein Beweis dafür ist das 2:2-Remis in der Vorwoche in Kleinmühlingen/Zens.

Die Rot-Weißen konnten in der Vorwoche Selbstvertrauen tanken, haben "den Gegner gut bespielt" (Marks) und verdient gewonnen. Den Schwung gilt es mitzunehmen. "Unser Hauptziel muss sein, den Abstand zu Union beizubehalten. Wir werden sehen, was das letzte Spiel dann bringt. Wir haben jetzt noch fünf Endspiele", so der Dannigkower.

Tabellenführer Heyrothsberge hat von der Papierform her eine leichte Aufgabe. Er erwartet zum Derby Liga-Schlusslicht Traktor Tucheim.

Die Nedlitzer stehen nicht mehr unter Druck. Sie können weiterhin befreit aufspielen, denn der Klassenerhalt ist lange gesichert. Heute erwarten die Friedrich, Giese Co. den Tabellendritten Germania Olvenstedt. Ein Team, das die 0:5-Heimniederlage gegen den Spitzenreiter sicher wiedergutmachen möchte.

SC-Trainer Helmut Friedrich ist froh, dass er erneut ohne Personalsorgen ist. Das ist ein Luxus, an den er sich gern gewöhnen könnte. "Wir gehen optimistisch an das Spiel he- ran", sagte er. "Wir hatten ja im Hinspiel auch ein 3:3-Remis erreicht und wollen heute auch einen Punkt holen", betonte er und fügte an: "Entscheidend ist der Spielverlauf. Vielleicht ist auch eine Überraschung drin."

Die Mannschaft muss bis zum Saisonende, eventuell sogar bis zum Jahresende, auf Oliver Körner verzichten. Er wurde jetzt operiert und nun steht noch eine Reha an. "So richtig zufrieden ist er mit dem Ergebnis nicht", verriet der Coach. Es bleibt abzuwarten, wie die Genesung verläuft.