Hannover (alü) l Über 1000 Aktive aus fast 300 deutschen Vereinen maßen sich beim zweiten Teil der deutschen Meisterschaften 2014 über die kurzen Strecken. Annemarie Lüdicke vom TV "Gut Heil" Zerbst meldete sich als Langstreckenschwimmerin nur für den vergangenen Freitag an.

Die Altersklasse 75 musste über 200 Meter (m) Lagen im ersten Lauf der Meisterschaften antreten. Es siegte erwartungsgemäß Helga Reich aus Herten. Annemarie Lüdicke konnte aber wenigstens auf den ersten drei Lagen Delphin, Rücken und Brust mithalten, bevor Helga Reich als Freistilspezialistin davonschwamm.

Gegenüber dem Vorjahr verbesserte sich Annemarie Lüdicke um fünf Sekunden und lag damit weit vor der Drittplatzierten Gerda Grasse aus Hildesheim.

Die folgenden 100 m Rücken waren einer der spannendsten Wettkämpfe, denn vier Schwimmerinnen lagen bis zu den letzten Metern nebeneinander. Annemarie Lüdicke hatte sogar nach Aussagen von Zuschauern einen knappen Vorsprung. Da sie aber beim Gleichschlagschwimmen (alle anderen schwammen Rückenkraul) ungeschickt anschlug, siegte Anneliese Graue aus Hannover.

Den dritten Platz erkämpfte sich die jahrelange deutsche Meisterin Ingrid Lange aus Düsseldorf ganz knapp vor ihrer Vereinskameradin Ursula Meyer-Tonndorf. Die fünfte Teilnehmerin folgte mit großem Abstand.

In der Mittagszeit waren die 100 m Brust angesetzt, so dass die Zeiten bei den betagten Schwimmerinnen nicht die schnellsten wurden. Luisa Knöpfle aus München schwamm dennoch mit 1.44 Minuten einen Europa-Rekord und distanzierte alle anderen weit. Um den zweiten Platz kämpften Lüdicke und Gruner aus Gersdorf. Dieses Mal lag Lüdicke mit vier Hundertstel Sekunden ganz knapp vorn. Als Vierte folgte eine Halberstädterin.

Abschließend erreichte Annemarie Lüdicke noch einen zweiten Platz nach Luise Knöpfle über 50 m Schmetterling wiederum vor Gerda Grasse.