Im Spitzenspiel der Fußball-Landesklasse 2 trennten sich am Sonnabend Tabellenführer FSV Barleben und Verfolger TSV Rot-Weiß Zerbst auf dem Zerbster Kunstrasenplatz vor 128 Zuschauern leistungsgerecht 0:0. Somit musste der TSV die TuS Magdeburg (5:0 gegen Klein Wanzleben) auf Grund des schlechteren Torverhältnisses vorbeiziehen lassen und es bleibt in der Tabelle beim Sechs-Punkteabstand bei einem Spiel weniger, aber noch zwölf Partien bis zum Saisonende.

Zerbst. Beide Mannschaften setzten von Beginn an voll auf Angriff. Man merkte beiden an, dass sie den Platz als Sieger verlassen wollten. Es entwickelte sich ein sehr schnelles Spiel, welches hauptsächlich im Mittelfeld stattfand. Beide Abwehrreihen waren sehr aufmerksam und ließen ein Durchkommen gar nicht erst zu.

In der 10. Minute folgte der erste Torschuss in dieser Partie. Karsten Kosel nahm sich ein Herz und versuchte sich aus zirka 18 Metern. Es blieb beim Versuch und der Ball ging gut zwei Meter über das Tor. In der 13. Minute dann ein Freistoß für die Gäste. Aber auch dieser ging aus gut 18 Metern in die Wolken.

Nach 20 Minuten sahen die Zuschauer nach wie vor eine schnelle Partie auf beiden Seiten. Torchancen indes waren Fehlanzeige. Das zeigt auch die Tatsache, dass es bis zur 21. Minute dauerte, ehe die erste Ecke durch die Gäste getreten wurde, welche jedoch nichts einbrachte. In der 12. Minute folgte ein Distanzschuss der Barlebener, der jedoch für Ricardo Werner im TSV-Kasten für keinerlei Gefahr sorgte.

Bis zur 40. Minute wurde es wieder ein Spiel, welches hauptsächlich im Mittelfeld stattfand. Thomas Möhring konnte sich auf der rechten Außenbahn gut durchsetzen. Seine präzise Flanke köpfte Florian Sens gut einen Meter über das Tor. Nochmals gab es eine leichte Unsicherheit kurz vor der Pause in der Abwehr der Zerbster Elf. Jedoch blieb Werner im Zerbster Kasten im Eins gegen Eins der sichere Sieger. So ging es mit einem gerechten Unentschieden in die Pause.

Unverändert kamen beide Mannschaften aus den Kabinen. Das Spiel knüpfte nahtlos an die erste Hälfte an. Ein Spiel im Mittelfeld, bei dem meist an der 16-Meter-Grenze Schluss war. In der 55. Minute hatten die Gäste einen Freistoß, der mit dem Kopf gefährlich verlängert wurde. Dies war die erste Möglichkeit in diesem Spiel, bei dem sich nun auch der Zerbster Torhüter auszeichnen konnte.

In der 60. Minute folgte der erste Wechsel bei den Platzherren. Für Nikolai Kuklin kam Keven Sens in die Partie. In der 65. Minute hatte der Barlebener Torhüter die erste Gelegenheit, sich zu zeigen. Einen präzisen Freistoß von Florian Sens konnte er mit einer tollen Reaktion gerade noch so von der Linie holen.

Im weiteren Spielverlauf sollte es dann auch bei diesen beiden Möglichkeiten für die Torhüter bleiben. Zerbst entwickelte nun etwas mehr Druck, musste aber dennoch immer auf der Hut vor gefährlichen Kontern der Barlebener sein. Bastian Wiegelmann versuchte sich aus gut 18 Metern mit einem Schuss. Doch dieser ging vorbei. Florian Sens schoss einen Freistoß über den Kasten.

Zerbst war jetzt die etwas bessere Elf, jedoch ohne Gefahr nach vorn aufzubauen. Barleben stand sicher in der Abwehr und lauerte immer auf Konter. In der 70. Minute kam mal wieder ein Torschuss der Barlebener auf den Zerbster Kasten, jedoch ohne Gefahr.

In den letzten zehn Minuten nach wie vor ein schnelles Spiel. Keiner gab sich mit einen Remis zufrieden. Die Partie wurde härter, jedoch hatte das Schiedsrichter-Gespann bis auf ganz wenige fragwürdige Entscheidungen die Partie gut im Griff. Rot-Weiß warf nochmal alles nach vorn und bestimmte eindeutig die letzten fünf Minuten. Patrick Möbius kam kurz vor Ultimo noch für Matthias Bruchmüller. Nach 90 Minuten endete das schnelle Spiel mit einem leistungsgerechten Unentschieden.

Am Ende eine Begegnung, welche keinen Sieger verdient hat. Wäre hier noch das eine oder andere Tor gefallen, hätte man durchaus auch von einer echten Spitzen-Partie sprechen können.

Am kommenden Wochenende empfangen die Zerbster die zweite Mannschaft des Magdeburger SV Börde. Ein Spiel, bei dem drei Punkte für den TSV fest eingeplant sind.