Für die Zerbster Landesklasse-Kicker des TSV Rot-Weiß geht es heute im "Spiel der Spiele" darum, mit einem Sieg zum Spitzenreiter FSV Barleben punktemäßig aufzuschließen. Im Nachholspiel erwartet das Team um das Trainerduo Torsten Marks/Siegfried Wurbs heute um 15 Uhr im Jahnstadion den Tabellensechsten, TuS 1860 Magdeburg-Neustadt.

Zerbst. Nach dem Einzug ins Kreispokalfinale in der Vorwoche dürften die Rot-Weißen viel Selbstvertrauen geschöpft haben. Nun gilt es, nachzulegen und dieses wichtige Spiel erfolgreich zu gestalten. Dann liegen die TSVer zwar toremäßig (TSV: 46:25, FSV: 63:24) hinten, aber da ist ja in den noch folgenden fünf Partien alles möglich.

Trainer Marks kann mit einer "vollen Kapelle" auflaufen und erzählte, dass "alle heiß auf dieses Spiel sind". Auch zur Pokalpartie gegen Klieken gab es "nichts zu meckern", so Marks: "Wir haben das Spiel kontrolliert, zumindest in der zweiten Hälfte. Man muss nicht immer mit Glanz und Gloria gewinnen."

Aber auch der Coach weiß, dass seine Jungs noch toremäßig aufholen müssen. "Das Spiel ist enorm wichtig. Wir müssen gewinnen. Nur so können wir Barleben unter Druck setzen. Ich war mit dem Abschlusstraining am Donnerstag sehr zufrieden. In diesem ging es dieses Mal nur darum, Tore zu erzielen."

Zur angedachten Taktik ließ sich der Dannigkower nicht so sehr in die Karten schauen: "Ich überlege, ob wir dann nicht gleich voll in die Offensive gehen. Ich muss es mir erst nochmal durch den Kopf gehen lassen." Marks drückt trotz allem etwas der Schuh: "Das Spiel ist enorm wichtig. Es geht um die Wurst. Ich hoffe nicht, dass einige Spieler deshalb verkrampfen." Doch sofort macht sich wieder Optimismus breit: "Wir haben in der Rückrunde richtig zugelegt. Anfangs hatten wir Probleme, dem Gegner unser Spiel aufzudrücken. Das hat sich enorm verbessert. Das hat man vor allem gegen Nienburg gesehen. Da haben wir die Begegnung voll kontrolliert und Ruhe und Geduld bewiesen."

Die Magdeburger stehen enorm unter Druck, rutschten sie doch vom dritten auf den sechsten Tabellenplatz ab. Sie konnten seit dem 12. März nur einmal gewinnen und dies ganz knapp mit 3:2 gegen den Magdeburger SV Börde II. "Wir wollen nichts abschenken, auch wenn wir mit personellen Problemen zum Tabellenzweiten fahren. Wir sind krasser Außenseiter, haben jedoch nichts zu verlieren", äußerte der neue TuS-Trainer Frank Cebulla.

Der älteste Verein der Landeshauptstadt, dessen Präsident Günter Knoche kürzlich den Verdienstorden der Bundesrepublik für sein Lebenswerk erhielt, hatte sich mehr ausgerechnet und will unbedingt in die Erfolgsspur zurück.

Dass dies nun ausgerechnet heute in Zerbst gelingt, ist zu bezweifeln. Dafür werden die Rot-Weißen schon sorgen.