Schweinitz."Hepp", "hopp", und "ab" oder ähnliche kurze Rufe schallten kürzlich über den Trapstand der Jagd- und Schießsportanlage Anhalt in Schweinitz. Die dortige Schützengilde "St. Hubertus" hatte interessierte Sportschützen aus der Region zum Schießen um den "Jokerpokal" eingeladen.

Eine der 15 Abwurfmaschinen hatte der Schießleiter und Präsident der Schützengilde Egbert Köhler im sicheren Graben reichlich mit Wurfscheiben bestückt. "In unregelmäßiger Folge befinden sich zwischen den üblichen orangefarbenen Scheiben mal eine grüne oder auch schwarze", wies EgbertKöhler auf die "Jokersituation" hin. Denn: einmal Orange brachte "nur" einen Punkt, Grün aber drei und Schwarz gar sechs Punkte.

Insgesamt 19 Sportschützen, diesmal nur Männer, aus den Landkreisen Jerichower Land, Anhalt-Bitterfeld und Wittenberg, aus Magdeburg und auch aus dem Brandenburgischen traten um die Siegerehre und um anspruchsvolle Sachpreise wie Digitalfernseher, Telefonanlage oder Digitalkamera an den Stand.

Die Regeln: Die drei besten Serien auf je 15 Wurfscheiben wurden addiert.

Am Trapstand achteten Peter Hahn aus Nudersdorf, Norbert Synakewicz aus Magdeburg, Peter Kilz aus Schweinitz und Heino Richter aus Zerbst, alle zertifizierte Schieß- und Standleiter, auf Sicherheit und Korrektheit des Schießens.

Auf einer großen Schultafel wurden Namen und die einzelnen Serien-Ergebnisse notiert und nötigenfalls mit jeder weiteren Serie korrigiert.

Interessant wurde diese Tafel erst, wenn die Protokollführerin Monika Bustro drei Zahlen je Schütze angeschrieben hatte. Da wurde mit den eigenen Treffern verglichen, um zu entscheiden, vielleicht noch eine weitere Serie zu schießen. Immer in der Hoffnung, besser zu treffen und "punktträchtige" Scheiben dabei zu haben.

Spannung pur im gesamten Wettbewerb

Der "Joker"-Wettbewerb war so durchgängig spannend. Recht oft veränderte sich die Reihenfolge. War Reinhard Runge von der einheimischen Schützengilde Schweinitz bis gegen 14.20 Uhr klar mit 55 Punkten in Front, kam er bei der Endabrechnung jedoch "nur" auf Platz zwei. Inzwischen hatte nämlich Michael Schultze aus Magdeburg mächtig zugelegt. Er wurde letztendlich mit hervorragenden 76 Punkten (27/26/23) Sieger. Heiko Gebhardt aus Biederitz war nach Stechen mit 55 Punkten Dritter.

Ins Stechen mussten auch Thomas Jütte (4.) aus Burg und Heino Richter (5.) aus Zerbst mit je 53 Punkten. Der Zerbs- ter Rudolf Preuß schoss 51 Punkte und kam auf Platz sechs ein. Bester "Nachwuchsschütze" ("klingt besser als Letzter", meinte Egbert Köhler) mit 24 Gesamtpunkten wurde André Biebel aus Magdeburg. Sein Preis: eine Kiste alkoholisiertes "Zielwasser".

Das Fazit zum "Jokerpokal" 2011: gutes Wetter, gute Beteiligung, (meist) gute Ergebnisse und gute Betreuung durch Bettina Hahn und Claudia Herzberg - und durchweg eine gute Stimmung.