Garitz (hru/sza) l Von der Körpersprache her konnte man ahnen, dass in diesem Spiel nichts zusammen läuft. Die SG ging nicht chancenlos in die Begegnung. In den ersten 30 Minuten hat sie nicht nur gut mitgespielt, war teilweise spielbestimmend, versäumte es jedoch, daraus Kapital zu schlagen.

Es reicht eben nicht bis zur Strafraumgrenze schön zu spielen, es muss auch mal mit aller Konsequenz das Strafraumspiel gesucht werden. Innerhalb des Strafraumes geht man noch viel zu harmlos zu Werke. Mehr Durchsetzungsvermögen ist von Nöten. Das Können ist vorhanden, nur das Selbstvertrauen fehlt noch.

Wie es geht, zeigten die Gäste. In der 31. Minute ließ die SG R. Swientek zu viel Raum, den er konsequent nutzte und fast aus dem Stand von der Strafraumgrenze zum 1:0 einlochte. Ein durchaus haltbarer Treffer. Robert Heilig zeigte keine Reaktion. Auch er hatte in diesem Spiel einige Defizite, wie die Mehrzahl seiner Mitspieler. So quälte sich die SG in die Halbzeitpause.

In der zweiten Hälfte kassierte die SG schon in der 54. Minute das 2:0. Durch einen Abspielfehler im Vorwärtsgang brachte man die Gäste in Vorteil, die sofort Überzahl bei ihrer Aktion und Zug zum Tor schafften und Torschütze E.-Th. Peart ließ Heilig keine Abwehrmöglichkeit und schoss überlegt ein.

Trotzdem spielte die SG weiter nach vorn, erspielte sich auch Möglichkeiten, die aber zu harmlos vergeben wurden. Hinzu kam auch noch ein wenig Pech. In der 68. Minute wurde Jonas Rudolf Elfmeter-reif gefoult, doch der Pfiff vom souverän und umsichtig leitenden Schiedsrichter Jörg Hagendorf (Roßlau) blieb aus. Er hatte auch wenig Mühe mit der sehr fairen Partie.

Auch in der 76. Minute ein klassisches Beispiel der Harmlosigkeit der Angreifer. Sehr umständlich agierte Kees de Vries freistehend im Strafraum, wo er den Ball nicht unter Kontrolle bringen konnte. Stattdessen kassierte die SG das 3:0, wobei Heilig ein Fangfehler unterlief und er im Fallen den Ball ins eigene Tor bugsierte (78.).

In der 83. Minute hatte K. de Vries mit seinem Schuss Pech, den der Gästetorhüter im letzten Moment noch über die Querlatte lenkte.

So wurde die Mannschaft völlig unter Wert geschlagen, hat es sich aber selbst zuzuschreiben. Irgendwann muss die Initialzündung gelingen.

„Wir haben verdient 0:3 verloren. Wir konnten unser Spiel leider nur 20 Minuten aufziehen, dann haben wir immer mehr den Faden verloren“, sagte SG-Trainer Jens Borchers. „Positiv ist, dass es eine sehr faire Partie war und Waldersee eine faire Gastmannschaft. Schiri Jörg Hagendorf hatte alles im Griff, kam ohne Karten aus und hat ein super neutrales bodenständiges Auftreten. Er war ein super Leiter für diese Partie.“

Dobritz/Garitz: Heilig – L. Rudolf (65. Wolf), Aderholz, Sohn – Schmidt, Fräßdorf (78. R. de Vries), Els – J. Rudolf, Herrmann, Specht (58. Borgsdorf) – K. de Vries; SR: Jörg Hagendorf (Roßlau); ZS: 17.