Jena l Der 1. FC Magdeburg bleibt erster Verfolger der TSG Neustrelitz in der Regionalliga Nordost. Mit einer Klasseleistung vor allem in der zweiten Halbzeit gelang der Elf von Trainer Andreas Petersen beim FC Carl Zeiss Jena ein verdienter 4:1 (2:1)-Auswärtserfolg.

Die FCM-Spieler genossen ihren Erfolg bei den Zeiss-Städtern zusammen mit ihren Fans in vollen Zügen. Minutenlang feierten sie mit Freudentänzen vor dem Fanblock den Sieg, mit dem sie sich in einem über weite Strecken hochklassigen Regionalligaspiel als ärgster Verfolger des Tabellenführers Neustrelitz auf Rang zwei festsetzten.

Petersen fand dann auch lobende Worte für seine Männer: "Kompliment an meine Jungs, das war verdient. Es ist aber ein sehr steiniger Weg in die 3. Liga. Wir können es nicht mehr selbst beeinflussen und müssen sehen, was die nächsten Spiele bringen."

Die zumindest im ersten Abschnitt hart umkämpfte Partie in Jena fand schließlich einen für die Magdeburger positiv zählbaren Ausgang, weil die Gastgeber nach ganz starken 20 Anfangsminuten ihr Pulver verschossen hatten. Bis dahin konnte dem Betrachter angst und bange werden, denn immer wieder kamen die Thüringer zumeist über die Außenbahnen zu kreuzgefährlichen Angriffen, und das Abwehrzentrum agierte alles andere als souverän.

Die schnelle Führung durch einen umstrittenen Handelfmeter von Nico Hammann (5. Minute) währte nur vier Minuten. Tino Schmidt stand nach einer flachen Her-eingabe frei (9.). Doch mit zunehmender Dauer fand der FCM ins Spiel, machte die Räume eng, und nach etwa 20 Minuten flachte die Angriffswucht der Gastgeber deutlich ab. Nach Christian Becks Kopfballtreffer zum 2:1 (33.) hatten die Elbestädter mit einem abgeblockten Fuchs-Schuss und einem Heber des Jenaers Schlosser auf die Latte des eigenen Kastens (43.) weitere Chancen.

Der zweite Abschnitt war eine eindeutige Angelegenheit des FCM, der aus vier Tormöglichkeiten zwei Treffer machte und im 41. Auswärtsspiel in Jena zu seinem siebenten Sieg kam. Erst nutzte Fabio Viteritti einen groben Schnitzer der Jenaer Abwehr per Flachschuss zum 3:1 (63.), dann hämmerte Christian Beck nach einem mustergültigen Spielzug und einer maßgerechten Flanke des weit aufgerückten Hammann das Spielgerät aus fünf Metern zum 4:1 ins Netz (76.) - Saisontreffer 16 des Torjägers.

Torhüter Matthias Tischer hatte nach der Pause einen geruhsamen Nachmittag, denn seine Vorderleute ließen nach dem Wechsel nicht einen Torschuss des FC Carl Zeiss Jena zu.

Jena: Berbig - Giebel, Gerlach (64. Torunarigha), Krstic, Grösch, Schmidt, Peßolat, Schlosser, Kurtaj, Milchraum (81. Eismann), Banaskiewicz (56. Bock)

FCM: Tischer - Hammann, Handke, Schiller, Lange, Siefkes, Sowislo, Puttkammer, Viteritti (83. Reinhard), Beck (89. Beil), Fuchs (79. Steinborn)

Schiedsrichter: Koslowski (Berlin). Zuschauer: 5595. Tore: 0:1 Hammann (5./Handelfmeter), 1:1 Schmidt (11.), 1:2 Beck (33.), 1:3 Viteritti (63.), 1:4 Beck (76.). Gelb: Peßolat, Kurtaj / Handke, Schiller, Siefkes