Wernigerode (mvo/fbo) l Entschieden ist im Kampf um den Einzug ins Halbfinale noch nichts. Mit den heimischen Fans im Rücken wollen die Roten Teufel nun mit einer hoch motivierten Leistung ein drittes Entscheidungsspiel erzwingen, welches am darauf folgenden Sonntag ebenfalls in Wernigerode gespielt wird.

Devils-Coach Peter Gahlert hat die aktuelle Problemlage der vergangenen Spiele bereits aufgearbeitet. In den letzten drei Partien haben die Red Devils das Spiel bereits mit mehreren Gegentoren im ersten Drittel verloren. "Wir müssen mit deutlich mehr Fokus, Motivation und Konzentration ins Spiel gehen. Ständig einem Rückstand hinterher zu rennen, ist psychologisch für unsere junge Mannschaft keine leichte Aufgabe. Wir müssen uns auf unsere Stärken besinnen und bei den kommenden Heimspielen den Rückhalt der Fans positiv für uns nutzen. Der entscheidende Faktor ist aber, wir müssen auch an unsere Stärken glauben", so Peter Gahlert.

Im ersten Playoff-Duell gegen Lilienthal gerieten die Red Devils innerhalb von acht Minuten mit 0:4 in Rückstand. Zwar konnte Joni Liikanen vor der ersten Pause auf 1:4 verkürzen, doch der erneute Fehlstart sollte am Ende entscheidend sein. Das Team agierte nach ähnlichen Spielverläufen zuvor gegen Leipzig und Berlin sehr verunsichert, die nötige Aggressivität in den Zweikämpfen war nicht vorhanden. Mit Beginn des zweiten Drittel hatten sich die Roten Teufel spielerisch gefangen und erzielten durch Tommy Löwenberg das 2:4. Im weiteren Verlauf lieferten sich beide Kontrahenten einen offenen Schlagabtausch - mit jeweils zwei Toren auf beiden Seiten. Für die Red Devils traf in dieser Phase Robert Müller und Juha-Pekka Kuittinen.

Der Rückstand war nahezu aufgeholt. Beim Stand von 6:4 starteten beide Teams in den letzten Abschnitt. Die Devils waren nun Spiel bestimmend, konnten aber die zahlreichen Chancen nicht nutzen. Insbesondere die jungen Spieler um Bastian Einecke, Tom Niederlein, Tom Fiedler, Johannes Nowak und Marius Mildner übernahmen in dieser Phase sehr viel Verantwortung. Bis zur 59. Minute hielten die kämpferischen Lilienthaler Wölfe den Zweitorevorsprung. In der heißen Schlussphase nahmen die Red Devils den Torhüter vom Feld und brachten einen sechsten Feldspieler. In dieser Überzahlsituation erzielte Joni Liikanen den wichtigen Treffer zum 6:5. Weitere mutige Versuche, den Ausgleich zu erzwingen schlugen fehl. Nach einem Ballverlust versenkt der TV Lilienthal den Ball zum 7:5-Endstand im leeren Tor.

Die Red Devils haben alles in der Hand und können den "Spieß" noch drehen. Dazu braucht es aber einer entsprechenden Einstellung, maximaler Motivation und einer geschlossenen Mannschaftsleistung.

Red Devils: Blume, Severin - Einecke, R. Müller, Weiß, Fiedler, Liikanen, Krupicka, Schaberich, Löwenberg, Kuittinen, Bothe, Mildner, Mertens, P. Müller, Nowak, Krüger, Niederlein;

Torfolge: 1:0 Fabian Diaz de Armas (00:35), 2:0, 3:0 Mark Oli Bothe (01:04, 02:38), 4:0 Eigentor (07:33), 4:1 Joni Liikanen (14:51), 4:2 Tommy Löwenberg (24:09), 5:2 Ole Appenrodt (30:23), 5:3 Robert Müller (35:09), 6:3 Appenrodt (37:54), 6:4 Juha-Pekka Kuittinen (39:28), 6:5 Liikanen (58:48), 7:5 Dennis Heike (59:55).