Halberstadt l Vieles deutet darauf hin, dass im Heimspiel gegen den Berliner AK (Sonntag, 13.30 Uhr) erstmals Andreas Naumann von Beginn an zwischen den Pfosten des Regionalligisten VfB Germania Halberstadt stehen wird.

Die Nummer eins der Vorharzer, Pascal Nagel, musste beim letzten Auftritt in Zwickau noch vor der Halbzeitpause nach einem Zusammenprall vom Feld. Weil dessen Auge noch deutlich geschwollen ist, bereitet sich derzeit Halberstadts Nummer zwei intensiv auf die kommende Begegnung vor. Auch Trainer Achim Hollerieth deutete nach dem Testspiel in Oschersleben (4:1/d. Red.) bereits an, dass man "jedes medizinische Risiko" vermeiden wolle, "die Gesundheit von Pascal Nagel geht vor".

Naumann musste in dieser Spielzeit bereits zweimal ran, jeweils unvorbereitet und aus dem Kalten. Den knapp 50 Minuten von Zwickau (0:0) ging in der Hinrunde eine Partie voraus, die der 21-Jährige längst verdrängt hat. Bei der historischen 3:8-Pleite gegen Union Berlin II kam er nach nur zwei Minuten für Nagel in die Partie, dieser hatte sich bei einer Abwehraktion am Finger verletzt. Trotz zwischenzeitlicher 3:2-Führung musste Naumann achtmal hinter sich greifen. "Wenn man als Ersatztorwart reinkommt, soll es genau so nicht laufen", beschrieb er jene Partie, "danach zweifelt man schon etwas an sich selbst, aber Teamkollegen, Familie und Freunde haben mich danach wieder aufgebaut". Vor dem BAK-Spiel will er die Eindrücke vom Einsatz in Zwickau kompensieren, "da bin ich reingekommen und habe die Null verteidigt und so zu einem Zähler beigetragen".

Weil er am Sonntag womöglich erstmals startet, kann sich der Sachse ganz anders vorbereiten, auch mental, "und das ist der große Unterschied. So hole ich mir während der Erwärmung die nötige Sicherheit und das Vertrauen, während das bei einer unvorbereiteten Einwechslung erst im Spiel selbst zu realisieren ist".