Magdeburg l Das Endspiel steigt am Mittwoch, 14. Mai (18.30 Uhr) gegen den Halleschen FC in der Saalestadt - vorausgesetzt, der Drittligist wird seiner Favoritenrolle ebenso gerecht und gewinnt am 30. April sein Halbfinale beim Burger BC. Diese Partie findet voraussichtlich ebenfalls im Magdeburger Germerstadion statt.

Am Montag ließ der FCM von der ersten Minute an nicht den geringsten Zweifel daran aufkommen, wer hier als Sieger vom Platz geht. Nach 21 Minuten hatte der Club das Barleber Bollwerk mit zwei Fünfer-Reihen erstmals überwunden. Allerdings unter kräftiger Mithilfe von Keeper Alexis Lenhard, der zuvor gegen Lars Fuchs und Marius Sowislo glänzend pariert hatte, dann aber im Liegen den Ball verlor und Fabio Viteritti das 0:1 ermöglichte. Nur 180 Sekunden später erhöhte Florian Beil auf 0:2.

Hammann verwandelt Foulelfmeter


Kurz nach der Pause war nach einem Doppelschlag alles gelaufen. Erneut Beil per Flachschuss nach einem schnellen Angriff und Fuchs nach Hereingabe von Christoph Siefkes erzielten die Treffer drei und vier. "Wir wollten unbedingt das dritte Tor nachlegen. Bei einer Zwei-Tore-Führung kann man durch einen Standard schnell mal ein Gegentor fangen und ein Spiel dadurch noch mal eng werden. So aber war es ein ganz souveräner Auftritt", sagte FCM-Kapitän Sowislo.

Den Schlusspunkt setzte Nico Hammann mit einem verwandelten Foulelfmeter (85.) nach einer Attacke von Christian Madaus an René Lange.

Petersen: "Pflichtaufgabe erfüllt"


Insgesamt blieb die Begegnung aber ausgesprochen fair, wofür sich FCM-Trainer Andreas Petersen dann auch bei seinem Kollegen Stephan Grabinski ausdrücklich bedankte. Ferner erklärte der 53-Jährige: "Wir haben nichts anbrennen lassen und unsere Pflichtaufgabe erfüllt. Es war unser fünftes Pokalspiel bei einem Torverhältnis von 28:1. Ich glaube, das spricht Bände."

Aber auch der Verlierer hatte Grund zur Freude. "Es war für den Verein, die Mannschaft und auch mich ein Riesenerlebnis. Wir hatten so viele Zuschauer wie in der gesamten Saison zusammen. Ich drücke die Daumen, dass der Pokal nun auch in Magdeburg bleibt", sagte Grabinski, dem nur das Endergebnis ("Ernüchternd und frustrierend") nicht schmeckte. Aber, so der FSV-Coach, Magdeburg habe sich reihenweise Chancen erspielt, dass die Tore zwangsläufig fallen mussten.

Barleben: Lenhard - Ca. Madaus, Ch. Madaus, Probst, Kreibich (65. Bele), Schönberg, Weiß, Müller, Heckeroth (54. Matthias), Hennecke (74. Hagedorn), Piele

FCM: Tischer - Hammann, Nennhuber, Puttkammer, Lange, Siefkes, Sowislo (60. Bremer), Reinhard (69. Teixeira), Viteritti, Fuchs (65. Beck), Beil

Schiedsrichter: Weiß (Sülzetal). Zuschauer: 2219. Tore: 0:1 Viteritti (21.), 0:2 Beil (24.), 0:3 Beil (50.), 0:4 Fuchs (52.), 0:5 Hammann (85./Foulelfmeter). Gelb: Müller, Hennecke / Hammann