Halberstadt l Vor einer der Papierform nach sehr anspruchsvollen Aufgabe steht am 26. Spieltag der VfB Germania Halberstadt. In der Regionalliga Nordost reisen die Vorharzer am morgigen Sonntag zum Tabellendritten 1. FC Union Berlin II (Anpfiff: 13.30 Uhr).

Die Hauptstädter rechnen sich nach den zuletzt positiven Ergebnissen noch Chancen auf den zweiten Rang aus, sind bekannt für ihre Angriffsstärke. Mit 61 Treffern ist die Zweitliga-Reserve hier das Nonplus- ultra in diesem Klassement (zum Vergleich, Germania: 34). Die Halberstädter wissen dies nur zu gut, kam man doch im Hinspiel mit 3:8 arg unter die Räder. Steven Skrzybski, der den VfB damals mit fünf Toren fast im Alleingang erledigte, gehört inzwischen zum festen Kader der Zweitliga-Vertretung.

Was war, interessiert VfB-Trainer Achim Hollerieth allerdings herzlich wenig: "Ich kümmere mich nicht um das Hinspiel, das ist völlig uninteressant. Wir fahren dort- hin um zu punkten." Dabei will der 40-Jährige an die offensive Grundeinstellung vom Sieg in Meuselwitz (4:0) anknüpfen. Eine Gefahr, so ins offene Messer der konterstarken Unioner zu laufen, sieht Hollerieth nicht: "Es ist egal, gegen wen wir spielen, an unserer Marschroute ändern wir deshalb nichts. Wenn offensiv und defensiv das umgesetzt wird, was gefordert wird, können wir jedes Spiel gewinnen."

Bei allem Optimismus, Hollerieth muss auf wichtige Spieler verzichten. Jan Nagel hatte nach der rüden Attacke in Meuselwitz zwar Glück im Unglück (Risswunde am Schienbein), fällt aber genau wie Nils Gottschick (Bänderdehnung), Nils-Peter Mörck (Zerrung) und Emmanuel Krontiris (Achillessehen-Reizung) aus.