Weitere Infos gibt es unter www.heinz-kruegel-denkmal.de

Magdeburg l "Es hat alles hervorragend geklappt. Auch das nötige Geld hatten wir beisammen. Nur der Bildhauer ist ein wenig in Zeitverzug geraten", sagte Dirk Heidicke, Vorsitzender des FCM-Fan-Rates. Im Frühjahr 2012, anlässlich des zehnjährigen Bestehens, entstand die Idee zu einer solchen Krügel-Statue, die auf dem nach ihm benannten Vorplatz der MDCC-Arena stehen soll.

Benötigt wurde eine Summe von 25.000 Euro, die ausdrücklich nicht über Sponsoren- oder Fördergelder, sondern ausschließlich von der blau-weißen Fangemeinde aufgebracht werden sollte. Zu diesem Zweck gab der Fan-Rat einen symbolischen Anteilsschein, die sogenannte "Heinz-Krügel-Aktie", heraus, die einen Nennwert von 19,74 Euro besaß.

Das war aber längst nicht alles. Für 74 Euro gab es eine weitere (limitierte und inzwischen vergriffene) Sonderaktie, für 1974 Euro sogar eine Superaktie, die bislang einen Abnehmer (Ex-FCM-Präsident Ingolf Nitschke) fand.

Nur noch 70 FCM-Fan-Aktien verfügbar

Mittlerweile hat der Fan-Rat mehr als 27.000 Euro eingenommen. Wie Heidicke mitteilte, wird das Geld auch benötigt, weil weitere Kosten wie Bronzeplatte, Sockel und Transport entstehen. Derzeit sind noch knapp 70 Aktien erhältlich - zu erwerben bei Heimspielen neben der Fan-Rat-Bude.

Dass die Herstellung des Denkmals so lange dauerte, lag nicht zuletzt daran, dass immer wieder Veränderungen vorgenommen wurden. Bildhauer Frank Sobirey, der aus Domersleben und damit aus der Region stammt, stand dabei in ständigem Kontakt zum Fan-Rat oder Zeitzeugen wie Martin Hoffmann, Wolfgang "Paule" Seguin oder Jürgen Pommerenke.

Immer wieder gab es Stimmen, die sich speziell mit Krügels Antlitz nicht so recht anfreunden konnten. Wobei es darauf ankam, dass Krügel im Augenblick seines größten Triumphes, also 1974 mit 53 Jahren, abgebildet werden soll.

Krügel-Denkmal mit Pokal und Jubel

Letztlich wurde ein Gipsabdruck angefertigt, der auf breite Zustimmung stieß, der die Grundlage für die Bronze-Statue bildete und der sich nun in einer Gießerei in Niedersachsen befindet. Heidicke: "Der Bildhauer hat akribisch gearbeitet. Wir sind sehr zufrieden." Jens Janeck vom Fan-Projekt ergänzte: "Es kam uns auf eine eigene Note an. Also kein Denkmal à la Ernst Thälmann, sondern etwas Dynamisches, etwas Lebendiges zu schaffen, weg von der Kommandoschiene. Einen Heinz Krügel mit hochgekrempelten Ärmeln eben, der sich bekanntlich nicht dem damaligen System angepasst hat."

Nochmals Heidicke: "Wir hatten uns mit dem Bildhauer darauf verständigt, Krügel im Anzug, aber ohne Jackett, jubelnd und mit Pokal, dem Symbol des Triumphes, zu zeigen. Ein Trainingsanzug mit FCM-Emblem, wie von manchen vorgeschlagen, schien uns unpassend."

Momentan wird nach einem passenden Präsentationstermin gesucht, der vermutlich dann stattfindet, wenn der Club seine Saisoneröffnung 2014/15 durchführt.