Halberstadt l Nach dem 1:6 beim VFC Plauen am letzten Spieltag der Regionalliga Nordost ist die maßlose Enttäuschung bei der sportlichen Leitung von Germania Halberstadt auch am Montag nicht verflogen.

Trainer Achim Hollerieth blickte kritisch auf die 90 Minuten und das, was vorher geschah zurück: "Jeder hier im Team hat Vertrag bis zum 30. Juni. Bis dahin gilt es, sich ganz in den Dienst des Vereins zu stellen." Auch der sportliche Leiter Stephan Grabinski bemängelte das Verhalten einiger Spieler: "Das hat was mit Einstellung zur Arbeit zu tun. Das war beschämend, und ich hoffe, dass ich so etwas nicht wieder erleben muss."

Für Grabinski, der offiziell erst ab 1. Juli in seiner Funktion beim VfB Germania in Erscheinung treten sollte, gibt es in den anstehenden arbeitsreichen Wochen aber zumindest eine "Baustelle" weniger. Mit dem FSV Barleben, bei dem er derzeit noch als Cheftrainer agiert, machte er am Wochenende vorzeitig den Verbandsliga-Aufstieg klar. So gilt der Fokus fortan noch mehr dem Regionalligisten. Nach der peinlichen Vorstellung im Vogtland unterstrich Grabinski, dass "der Ton und die Ansagen ab jetzt schärfer werden".

Unterdessen gehen die Planungen bei den Vorharzern mit großen Schritten weiter. Dabei deutet sich inzwischen ein großer Umbruch wie zuletzt im Sommer 2012 an, als gleich 14 Aktive den VfB Germania verließen oder gehen mussten. Das Gespann Hollerieth/Grabinski plant nicht mehr mit Ricky Djan-Okai, Petrus Baldes und Amir-Ali Mostowfi. Auch bei Tobias Meinhardt deuten die Zeichen auf Trennung. Insgesamt wären das bereits zehn Abgänge.

Niels-Peter Mörck befindet sich nach Pfeifferschem Drüsenfieber auf dem Weg der Besserung. Mit ihm und Ersatzkeeper Andreas Naumann soll noch in dieser Woche die sportliche Zukunft geklärt werden. Übrigens ist ein Großteil des Teams noch nicht im Urlaub, denn es gilt der zweiten Mannschaft im Kampf um den Landesliga-Verbleib zu helfen.