Monte Carlo/Magdeburg l Nach 210 Kilometern Schwimmtraining in den vergangenen drei Wochen hat Franziska Hentke der europäischen Elite eine Ansage gemacht: Auf der ersten von drei Stationen der Mare-Nostrum-Tour gewann die Athletin vom SC Magdeburg am Sonntag in Monte Carlo über 200 Meter Schmetterling in 2:07,73 Minuten. Sie blieb damit nur sechs Hundertstelsekunden über ihrer Bestmarke.

"Die Zeit war super und kam vollkommen unerwartet. Sie war doch sehr kaputt vom Training und muskulär sehr fest", erklärte ihr Trainer Bernd Berkhahn. "Der Sieg gibt mir sehr viel Selbstvertrauen", sagte Hentke, die sich mit dem Sieg im Fürstentum Monaco vier Tage nach ihrem 25. Geburtstag selbst beschenkt hat, mit Blick auf die Europameisterschaften (13. bis 24. August) in Berlin.

"Auf der letzten Bahn hatte ich gesehen, dass ich in Führung lag", berichtete Hentke. Zum Beispiel vor der Ungarin Liliana Szilágyi (2:08,98) und der Britin Jemma Lowe (2:09,52), die die Plätze zwei und drei belegten, aber auch vor Katinka Hosszu (Ungarn), eine EM-Favoritin über diese Distanz. Bis auf die Spanierinnen Mireia Belmonte und Judit Ignacio Sorribes, die derzeit die kontinentale Rangliste mit 2:06,33 beziehungsweise 2:06,79 Minuten anführen, "hat Franziska die europäische Spitze hinter sich gelassen", freute sich Berkhahn über die "Momentaufnahme". Neben Hentke sicherten Steffen Deibler (Hamburg/100 Meter Schmetterling), Marco Koch (Darmstadt/200 Meter Brust) und Dorothea Brandt (Essen/50 Meter Brust) dem Deutschen Schwimmverband weitere Siege.

Für Johanna Friedrich endete die erste Bewährungsprobe des Jahres im Kreise der europäischen Elite mit einem elften Platz über 200 Meter Freistil. Nach 2:02,55 Minuten schlug die 19-Jährige vom SCM an. "Johanna hatte aber mit Rückenproblemen zu kämpfen", sagte Trainer Berkhahn. Den Wettbewerb gewann die Südafrikanerin Karin Prinsloo in 1:57,17 Minuten.

Weitere Ergebnisse, Franziska Hentke: 9. über 400 m Lagen (4:50,02 min); 10. über 100 Meter Schmetterling (1:00,24 min); 20. über 200 m Brust (2:43,28 min) - Johanna Friedrich: 18. über 200 m Rücken (2:21,14 min); 25. über 100 m Freistil (57,73 sec.); 29. über 100 m Rücken (1:07,74 min)