Magdeburg l Nach dem dreitägigen Teamcamp an der Ostsee, wo eher der Kennenlern- und Spaßfaktor im Vordergrund stand, fließt beim Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg seit Montag mit dem "scharfen Start" und zwei Trainingseinheiten pro Tag der Schweiß in Strömen. Und es soll noch einen weiteren Neuzugang geben. Zum Auftakt hatte der Club drei Probespieler eingeladen.

Dabei handelte es sich um Nikola Trkulja (23/SSV Ulm), Christian Skoda (23/TSG Neustrelitz) und Robin Mannsfeld (19/Hertha BSC U 19). Alle drei sollen bis Donnerstag getestet werden.

Der neue Trainer Jens Härtel hatte angekündigt, sich zunächst einen Überblick zu verschaffen, wo noch der Schuh drückt, um dann zu entscheiden. Es geht also nicht um die Frage, ob, sondern wann der FCM noch einmal auf dem Transfermarkt zuschlägt. Dass die derzeitigen Testkandidaten ausnahmslos Mittelfeldakteure sind, zeigt, in welchem Mannschaftsteil sich der Club verstärken möchte. Härtel: "So lange es möglich ist, sehen wir, ob noch etwas geht.

"Unsere finanzielle Situation ist zwar nach wie vor alles andere als rosig, lässt es aber zu, dass wir noch einen weiteren Spieler holen können", sagte Sportchef Mario Kallnik und verwies dar-auf, dass über die Berater weiterhin jede Menge Spieler angeboten würden.

Härtel stellte jedoch unmissverständlich klar, dass Magdeburg wegen seiner Regionalliga-Zugehörigkeit für den einen oder anderen von vornherein uninteressant ist: "Auch wenn die Spieler hier viel öfter als in anderen Gegenden in der Zeitung stehen und sich darauf etwas einbilden: Es bleibt die vierte Liga."

Gestern Vormittag übte Härtel mit seinen Spielern immer wieder das schnelle Umschalten in die Vorwärts-Verteidigung. Zuvor mussten sich einige Akteure in den Pfeifferschen Stiftungen Krafttests stellen. Härtel will aus den Ergebnissen Schlüsse über mögliche muskuläre Disbalancen der Kicker ziehen. Am Nachmittag stand ein Zehn-Kilometer-Lauf im Herrenkrugpark auf dem Programm.

Staffelmeister TSG Neustrelitz verliert Topstürmer Velimir Jovanovic an Carl Zeiss Jena, verpflichtete mit dem Ex-Dresdner Torsten Gütschow dafür einen neuen Trainer.