Von Uwe Tiedemann

Magdeburg l Seit dem Super-Gau 2011/12, als der FCM mit nur einem Heimsieg abgeschlagen den letzten Tabellenplatz belegte und nur wegen der Regionalliga-Reform nicht absteigen musste, ging es relativ steil bergauf. Im kommenden Spieljahr soll nun der Sprung in die dritte Liga gelingen. Fechner: "Die sportliche Leitung mit unserem neuen Trainer Jens Härtel an der Spitze und die vorgenommenen Verstärkungen stimmen mich sehr optimistisch." Der 59-Jährige weiter: "Andere Vereine haben uns ja zum hohen Favoriten erklärt. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn damit verschafft man sich selber am besten Luft. Aber wir wollen mit dem Erreichten auch nicht hinterm Berg halten und mit unserem Premiumprodukt, der ersten Männermannschaft, natürlich gerne höherklassig spielen."

Fechner sieht aber den gesamten Verein auf dem Vormarsch: "Wir verfügen im Nachwuchsbereich über hervorragende Trainer, die B-Jugend ist gerade in die Bundesliga aufgestiegen, die A-Jugend soll ebenfalls angreifen, die Mitarbeiter sind noch enger zusammengerückt, und die Geschäftsstelle macht seit dem Umzug einen wesentlich kundenfreundlicheren, repräsentativeren Eindruck als zuvor. Gerade bei Gesprächen mit Spielern oder Sponsoren ist eine vernünftige Atmosphäre wichtig. Nicht zu unterschätzen sind die kurzen Wege, die vieles einfacher machen. Kurzum: Der nächste Schritt zu mehr Professionalität ist vollzogen."

Der FCM hat bekanntlich eine Etage an der Friedrich-Ebert-Straße bezogen, genau in dem Gebäude, in dem auch der Fußball-Landesverband (FSA) beheimatet ist. Auch Fechner kennt natürlich den Witz, dass der in der Vorsaison des Öfteren auffällig gewordene Club künftig seine Geldstrafen per Rohrpost an den FSA schicken kann: "Im Fußball gehört es dazu, auch lustige Elemente miteinzubauen. Aber mein großer Wunsch ist es natürlich, dass wir dieses Geld nicht mehr für Strafen, sondern für Stabilität ausgeben und damit den positiven Trend aus der zweiten Halbserie fortsetzen können."

Knapp 5500 Zuschauer betrug in der Vorsaison im Schnitt der Besuch bei den Heimspielen. Diese Zahl, so Fechner, dient als Grundlage für 2014/15. Zwar sei mit Absteiger Lok Leipzig ein lukrativer Gegner weggebrochen, dafür aber der BFC Dynamo aufgestiegen und wieder ein volles Haus garantiert.

Auf einen attraktiven Erstligisten wie 2013 Borussia Dortmund müssen die Fans indes verzichten. Fechner: "Durch die WM hätten bei den großen Vereinen viele Stars gefehlt. Das ist dann wenig reizvoll. Wir wollen ein entsprechendes Match im Winter platzieren, auch in Anlehnung an unser 50-jähriges Vereinsjubiläum 2015."