Magdeburg l Wie die Zeit ver-geht ... Seit nunmehr genau 20 Jahren ist Guido Engemann als Physiotherapeut bei der MD Reha GmbH für die Bundesliga-Handballer des SC Magdeburg tätig und hat da - wen wundert`s - so einiges erlebt.

"Da gäbe es schon so manche wilde Story zu erzählen, speziell bei Abschlussfahrten ging es mitunter ganz schön hoch her", schmunzelt Engemann, ohne ins Detail zu gehen.

Mit seiner lockeren Art (Engemann ist zudem ein begnadeter Witze-Erzähler) auf der einen und seinem fachlichen Knowhow auf der anderen Seite hat der gebürtige Magdeburger nicht nur bei den Handballern, sondern bei allen Sportlern schnell einen Stein im Brett. "Ich habe das besonders beim WM-Qualifikationsspiel gegen Polen hier in Magdeburg gemerkt, wie viele mich noch kennen und spontan auf mich zugekommen sind", freut sich Engemann, der seinerzeit bei Physio-Legende Klaus Eder in Donaustauf seine Zusatzausbildung im Sport absolvierte. "Sein Motto lautete: ,Und ist der Berg auch noch so steil, a bisserl was geht allerweil`", weiß Engemann noch heute.

Der größte Erfolg für den 45-Jährigen war 2002 der Gewinn der Champions League mit dem SCM. Es gab aber auch dunkle Momente wie die schweren Verletzungen von Uwe Mäuer und Andreas Rojewski oder die 34:54-Klatsche 2005 in Kiel. "Da möchte man dann am liebsten in sein Köfferchen klettern und sich davonmachen", sagt Engemann, der solange dabeibleiben will, wie er Spaß hat.