Aschersleben l Das erste Mal in der neuen Saison waltete Sören Buchwald am Mittwochabend in Aschersleben seines Amtes: Der MDR-Redakteur, seit Jahren als Hallensprecher in der Getec-Arena die "Stimme des SCM", rief bei der obligatorischen Vorstellung der Teams die Spieler einzeln aufs Feld. Und es war zunächst auch alles wie gehabt bei den Grün-Roten. Fabian van Olphen war als Kapitän der Erste. Dann ging es immer schön der Reihe nach - zuerst die Torhüter, danach die Spieler, wie es sich gehört, anständig geordnet nach aufsteigender Trikot-Nummer.

Allerdings hätte demnach Neuzugang Espen Lie Hansen als Letzter an der Reihe sein müssen. Schließlich trägt der Norweger das Trikot mit der Wunsch-Nummer 89 - seinem Geburtsjahr entsprechend. Dass der 24-Jährige dennoch als Vorletzter auflief, lag nicht etwa an einer arithmetischen Fehlleistung von Buchwald. Nein, der Hallensprecher kann sehr wohl zählen und er kennt auch das ungeschriebene Gesetz.

Dieses wurde jedoch beim SCM auf Wunsch eines einzelnen Herren "gebeugt". Und der heißt Bartosz Jurecki, ist seit 2006 dabei und damit einer der Dienstältesten im Team der Magdeburger. Der Pole trägt seit Jahr und Tag die Nummer 31. Damit hatte sich der Publikumsliebling das Recht erworben, stets als Letzter aufgerufen zu werden - der markante Ruf nach "Bartooz Juuuuuuureckiiiii" und Sonderapplaus inklusive.

Doch trotz seiner 35 Jahre durften die Vereinsverantwortlichen nicht mit Altersmilde des Kreisspielers rechnen. Im Gegenteil. Der Legende nach trug es sich zu, dass der Alteingesessene an höchster Stelle seinen Einspruch erhob und folgenden Deal aushandelte: Hansen bekommt seine Wunschnummer, Jurecki aber bleibt der Letzte - denn das oder besser der Beste kommt nun mal zum Schluss ...