Halberstadt l Beim Auslaufen am Montag war beim Regionalligisten Germania Halberstadt der erste Heimsieg des Jahres, das 4:2 im Derby gegen den 1. FCM, noch Gesprächsthema. Dabei fiel immer wieder der Name Pascal Eggert, zweifacher Torschütze vom Sonntag.

Präsident Olaf Herbst hatte bereits nach Abpfiff lobende Worte für den 21-Jährigen parat. "Die beiden Treffer von ihm - so etwas sieht man nicht jeden Tag." Anschließend ging er auf die großartige Kulisse mit mehr als 3 000 Zuschauern ein. "Für uns ist dieser Sieg in diesem Rahmen eine große Nummer, eine besondere Sache, weil es der erste Erfolg 2014 und unser erster Punktspielsieg im Friedensstadion gegen den FCM überhaupt war."

Trainer Achim Hollerieth hatte in der Halbzeitpause (beim Stand von 0:1) eine emotionale Rede an seine Elf gerichtet und damit die Wende eingeleitet. "Erinnert euch an die Tage, als wir bei der WM vor dem Fernseher gesessen haben und Gänsehaut hatten", nutzte er die noch immer vorhandene Euphorie nach dem Fußballgroßereignis, "heute ist euer Tag, holt euch dieses Gefühl!"

Bei Pascal Eggert, den Hollerieth von seinem Ex-Verein FC Elmshorn mit nach Halberstadt brachte, weckte diese Ansprache anscheinend den größten Drang. Hollerieth zu seinem "Ziehsohn": "Er hat schon öfters zwei, drei Tore in einer Partie erzielt. Fußball ist das Allergrößte für ihn. Wir werden darauf achten, dass er nicht abhebt. Er muss weiter an sich arbeiten, denn da schlummert viel Potenzial."

Bei aller Euphorie, die Verantwortlichen richteten den Blick voraus, Herbst: "Mit Neustrelitz wartet eine schwere Auswärtsaufgabe." Sportchef Stephan Grabinski: "Dieser Sieg ist nur eine Momentaufnahme."