Magdeburg l Handball-Bundesligist SC Magdeburg biegt in die Zielkurve der sechswöchigen knochenharten Vorbereitung ein - die Generalprobe am Sonnabend in Leipzig gegen den Zweitligisten SC DHfK vor Augen und das erste Pflichtspiel der neuen Saison am Mittwoch im Pokal beim Oberligisten SG OSC Schöneberg-Friedenau sowie den Bundesliga-Auftakt am 24. August in Mannheim gegen die Rhein-Neckar Löwen im Sinn.

"Wir sind alle ganz schön platt und müde, die zweite Hälfte mit den Spielen beim Sparkassencup, der Saisoneröffnung, dem Miesner-Turnier und dem Testspiel gegen die Füchse war schon nicht ohne. Das hat man auch dem Spiel angemerkt, beiden Teams fehlte ein wenig die Frische", erklärte Kapitän Fabian van Olphen nach dem 29:29 (15:15) gegen die Berliner am Dienstagabend im Naumburger "Euroville" und gönnte sich erst einmal ein großes Eis am Stil - mit viel Schokolade, "und dann ab in den Bus, schnell nach Hause und die Beine hochlegen", stand dem Abwehrchef die Sehnsucht nach Entspannung und Ruhe förmlich ins abgekämpfte Gesicht geschrieben.

Trainer Geir Sveinsson hatte seinen Jungs auch tatsächlich einen Tag zum Aufladen der Akkus gegönnt, Donnerstag früh standen alle, mehr oder weniger gut erholt, wieder zum Training auf der Matte - auch die angeschlagenen Jure Natek (Nasenfraktur) und Andreas Rojewski (Zerrung).

Zwar stehen beide für den Saisonauftakt bereits Gewehr bei Fuß, aber am Sonnabend in Leipzig (17 Uhr/Ernst-Grube-Halle/Jahnallee) werden die Linkshänder noch einmal geschont. "Ich habe keine Probleme, keine Schmerzen. Mir geht es prima, ich kann im Training alles mitmachen", sagt Natek, der buchstäblich mit einem blauen Auge davongekommen ist. "Ich könnte auch jetzt schon spielen, aber der Arzt hat mit geraten, um ganz sicher zu gehen, soll ich Zweikämpfe noch meiden."