Eintrittskarten für die Länderspiele gibt es unter: www.dfb.de/tickets/

Magdeburg l Vor den letzten Pflichtaufgaben in der Qualifkation zur EM 2015 in Tschechien ist wieder Improvisationskunst gefragt. Nachdem Hrubesch Ende vergangenener Woche schon sechs Neulinge in seinen Kader berufen hatte, nahm der Bundestrainer mit Angreifer Elias Kachunga (SC Paderborn) und Torwart Marius Müller (1. FC Kaiserslautern) jetzt zwei weitere Debütanten in das Aufgebot für die Begegnungen gegen Irland in Halle (Freitag, 18 Uhr, live bei Eurosport) und gegen Rumänien in Magdeburg (9. September, 18 Uhr, live bei Eurosport). Zuvor hatten Kevin Volland (1899 Hoffenheim/Rückenprobleme) und Bernd Leno (Bayer Leverkusen/Adduktoren) abgesagt.

Improvisation ist Hrubesch, der inzwischen von einer Bandscheiben-Operation wieder genesen ist, gewohnt. Erst einmal konnte der Europameister von 1980 (Doppel-Torschütze im Finale gegen Belgien) in diesem Jahr seine Mannschaft bei einem Länderspiel beobachten. Im März gab es eine 0:2-Niederlage gegen den amtierenden U-21-Europameister Spanien. Immerhin sind aus dem Spanien-Spiel mit Julian Korb (Borussia Mönchengladbach), Robin Knoche (VfL Wolfsburg), Emre Can (FC Liverpool), Nico Schulz (Hertha BSC), Jonas Hofmann (Borussia Dortmund), Moritz Leitner (VfB Stuttgart), Amin Younes, Philipp Hoffmann, (beide 1. FC Kaiserslautern) und Yunus Malli (FSV Mainz) ein Großteil der Spieler wieder dabei und werden durch junge, aufstrebende Talente aus der Bundesliga ergänzt.

Zu den wenigen Spielern ohne U 21-Erfahrung gehört der nachnominierte Elias Kachunga, am Sonnabend Torschütze beim 3:0 von Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn beim Hamburger SV. "Ich freue mich sehr über die Nachnominierung, auch weil ich dort auf viele frühere Kollegen treffe. Dass es von Paderborn aus in die U 21 geklappt hat, ist sehr schön", kommentierte Kachunga, der auch schon in den U17-, U18-, U19- und U20-Auswahlmannschaften stand.

Für Hrubesch, der die U-21-Junioren 2009 zum EM-Titel führte, ist der ständige Wechsel in der Mannschaft längst Tagesgeschäft. Das Ziel für die Partien gegen Irland und Rumänien ist trotzdem klar: "Wir wollen beide Spiele gewinnen und als Gruppensieger in die Playoffs einziehen. Beide Auswärtsspiele waren stark umkämpft, zu Hause wollen wir beide Gegner schlagen. Das Zeug dazu haben wir." Schon mit einem Sieg am Freitag in Halle gegen Irland wäre der Gruppensieg dann perfekt.