Magdeburg l Mit einem dritten Platz im Gepäck und jeder Menge unvergesslicher Eindrücke ist der Magdeburger Marc Timpelan von der Galopp-Weltmeisterschaft der Amateure aus den USA zurückgekehrt. "Das war ein absolutes Highlight in meiner Karriere", schwärmte Timpelan, der von einer "anderen Welt" und "besonderen Freundlichkeit der Menschen" in Amerika sprach. "Nur auf dem Flughafen ging es richtig streng zu", fügte der 35-Jährige hinzu.

Bei der WM kämpften acht Nationen mit je einem Reiter in drei verschiedenen Bundesstaaten (Pennsylvania, Delaware und Maryland) um Sieg und Platz. Für Deutschland war Timpelan nominiert worden. Wegen seiner Erfolge und Erfahrung hatte er den Vorzug gegenüber anderen Jockeys erhalten. "Aufgrund des schlechten Wetters fanden leider nur zwei Rennen statt, bei denen ich mit absoluten Außenseiter-Pferden jeweils Dritter geworden bin", berichtete der Magdeburger, der so seine Zweifel hatte, "ob bei der Auslosung (sämtliche Vierbeiner stammten aus den USA/d. Red.) wirklich alles mit rechten Dingen zugegangen ist". Der WM-Titel ging am Ende nach Großbritannien, Platz zwei sicherte sich Frankreich. Absahnen konnte indes keiner der Reiter. "Geld", so Timpelan, "gab es nur für die Besitzer. Für uns ging es um die Ehre. Immerhin wurden sämtliche Kosten übernommen."

Kaum daheim, packt der Magdeburger in Kürze aber schon wieder seinen Koffer Richtung China. Über Berlin, Amsterdam und Peking fliegt er nach Wuhan, nimmt dort vom 21. Bis 27. Oktober an einem internationalen Galopprenn-Vergleich teil. "Ich bin dann in einem Monat auf drei verschiedenen Kontinenten unterwegs. Das ist schon etwas ganz Besonderes", sagte Timpelan, der rechtzeitig wieder zurück ist, um am 31. Oktober in seiner Lieblingsstadt an den Start gehen zu können: "Das letzte Rennen in Magdeburg - das ist doch ein schöner Saisonabschluss."