Magdeburg l Seit dem Regionalligaspiel beim FSV Zwickau (11. Oktober) ist Jan Glinker beim 1. FC Magdeburg erste Wahl. Zwar gingen die ersten zwei Partien für den 30-Jährigen (0:1 in Zwickau, 1:2 gegen die TSG Neustrelitz) "in die Hose", doch stand in den letzten zwei Punktspielen hinten die "Null" (6:0 in Bautzen, 3:0 gegen Jena). Und selbst im DFB-Pokal gegen Bundesligist Bayer Leverkusen musste der Neuzugang von Zweitligist Union Berlin in 120 Spielminuten nur zweimal hinter sich greifen.

Das frühe 1:0 für Bayer liegt dem FCM-Torhüter allerdings immer noch schwer im Magen: Denn trotz aller Antizipation (Erwartung oder Erwartungshaltung/d. Red.) sah er beim Freistoß-"Flatterball" von Hakan Calhanoglu alles andere als gut aus: "Diese Bälle sind eine Katastrophe, was ihre Flugbahn betrifft." Glinker meint damit die des derzeitigen FCM-Ausrüsters und stimmt darin mit dem Jenaer Keeper Raphael Koczor überein, dem am vergangenen Sonntag die 35-Meter-Freistoß-"Rakete" von Nico Hammann in ähnlicher Weise um die Ohren geflattert war und der anschließend geflucht hatte: "Das ist ein Ball, der kostet an der Tankstelle vier Euro. Ich wusste, dass sie solche Bälle haben. Leverkusen hat dasselbe Gegentor bekommen." Jan Glinker frotzelte gestern sogar: "Vielleicht ist das Absicht der Hersteller, damit mehr Tore fallen?"

Sei es, wie es sei. Glinker hat sich bereits mit der Partie am Wochenende beim BFC Dynamo (Sonnabend, 13.30 Uhr, Jahnstadion) befasst und freut sich: "Ich glaube, die spielen mit dem neuen Ball von adidas - den kenne ich, und der ist richtig gut."

Glinker, der den bisherigen Stammtorhüter Matthias Tischer auf die harte Reservebank verdrängt hat, freut sich natürlich, dass Trainer Härtel jetzt ihm den Vorzug gibt: "Na klar macht mich das froh. Mit dem Vertrauen gewinne ich auch spürbar meine Sicherheit zurück. Und genau deswegen bin ich ja im Sommer zum FCM gekommen."