Magdeburg l Die "Erbsenzähler" unter den 5002 Zuschauern und auf den Presseplätzen in der Getec-Arena hatten auch am Samstagnachmittag wieder einiges zu tun. Denn der klare und ungefährdete Sieg, der den SCM auf Rang fünf klettern lässt, hatte doch so einige kleine Schönheitsflecken. Neben den erfreulichen Fakten, dass sich bis auf Marko Bezjak alle Feldspieler an der ertragreichen Torausbeute beteiligten, beide Torhüter eine solide Leistung gezeigt hatten, gingen leider ein Dutzend technische Fehler und 17 Fehlwürfe in die Statistik mit ein. Zudem sprechen 28 Gegentore eines um den Klassenerhalt kämpfenden Aufsteigers nicht gerade für eine 1a-Abwehr.

Das hatte auch Steffen Stiebler so gesehen. Im Anschluss an die äußerst faire Partie (nur drei Zeitstrafen), in der der SCM früh klargestellt hatte, wer Chef im Ring war (6:2/9. Minute; 14:9/22.) und nach 53 Minuten der Vorsprung zehn Tore betragen hatte (33:22), erklärte der Sportchef des SCM: "Die Deckung war ab und zu etwas problematisch, möglicherweise auch durch die vielen Wechsel."

Insgesamt hatte Stiebler "eine geschlossene Mannschaftsleistung von hinten bis vorne" gesehen und hob hervor, dass sich "fast jeder in die Torschützenliste eintragen konnte" . Nun hofft Stiebler mit Blick auf den Monat der Wahrheit mit sieben Spielen und englischen Wochen, "dass wir diesen Schwung mit in den Dezember nehmen können".

Auch Trainer Geir Sveinsson war nach der Pleite von Lübbecke halbwegs versöhnlich gestimmt: "Ich finde, wir haben heute über 60 Minuten ganz ordentlich und konzentriert gespielt."

Magdeburg: Green, Quenstedt - Rojewski 8, Musche 4, van Olphen 3, Natek 1, Bagersted 4, Grafenhorst 2, Haaß 2, Bezjak, Weber 7/2, Jurecki 2, Lie Hansen 2, Saul 1
Friesenheim: Klier, Bender - Kogut 4, Dietrich 1, Lex 1, Just 8/4, Tesch 3, Unger 1, Büdel 3, Schmidt 4, Kossler 2/1, Criciotoiu 1
Schiedsrichter: Moles/Pittner. Zuschauer: 5002. Siebenmeter: SCM 2/2; Friesenheim 6/5. Zeitstrafen: 2/1