Halberstadt l "Das war nicht unser Tag": Kürzer und treffender als Germanias Geschäftsführer Christian Mokosch hätte das letzte Punktspiel des Halberstädter Fußball-Regionalligisten im Kalenderjahr 2014 kaum umschrieben werden können. Obwohl die Harzer dem Berliner AK bei der 2:5-Niederlage am Sonntag über weite Strecken ebenbürtig waren, phasenweise sogar das bessere Team, standen sie am Ende mit leeren Händen da. Grund dafür war eine Vielzahl individueller Fehler, mit denen die Hauptstädter förmlich zum Toreschießen eingeladen wurden.

"Wir waren schon negativ überrascht. Wir hatten uns wahnsinnig viel vorgenommen, waren sehr gut auf die Partie vorbereitet. Aber was die Mannschaft dann gezeigt hat, gerade im Abwehrverhalten, war schwierig zu akzeptieren", so Stephan Grabinski, Sportlicher Leiter des VfB Germania.

Für das bevorstehende Viertelfinale im Landespokal beim Oberligisten VfL Halle (Sonnabend, 12.30 Uhr) gilt es für die Halberstädter, alle Kräfte zu mobilisieren, um das Jahr versöhnlich abzuschließen. "Jetzt steht noch eine kurze Fehleranalyse bevor, ab Mittwoch früh bereiten wir uns intensiv auf das Pokalspiel vor. Hier müssen und werden wir ein anderes Gesicht der Mannschaft sehen. Es gibt nur eine Devise: Halbfinale", gibt Grabinski eine klare Ansage.

Zur Trainernachfolge gibt es aktuell keinen neuen Stand. "Es werden weiter Gespräche geführt, aber es ist noch kein weißer Rauch aufgestiegen", so Grabinski. Auch zu den Gerüchten, der ehemalige Bundesliga-Coach Petrik Sander würde beim VfB übernehmen, bezog der Sportliche Leiter Stellung: "Es ehrt uns natürlich, wenn sein Name mit uns in Verbindung gebracht wird. Aber eine Entscheidung ist nicht gefallen."