Magdeburg (mmu) l Wie schon in der Hinrunde war der MSV 90 ein unbequemer Gegner. Die Favoritenrolle lag klar auf Seiten des FSV, nicht zuletzt auch wegen der dünnen Spielerdecke auf Seiten des MSV 90. Trotz nur sieben Spielerinnen auf dem Protokoll war der Gastgeber nicht gewillt dem Gast die Punkte kampflos zu überlassen.

Der Plan dafür war langes Ausspielen aller Angriffe, wodurch den Fermersleberinnen ein langsames Spiel aufgezwungen werden sollte. Dabei gelang es dem Gast nur abschnittsweise, das gefühlte Zeitlupentempo des MSV zu durchbrechen. Wenn es aber gelang, konnte der Gastgeber nicht mithalten.

Die Lemsdorferinenn führten mit 1:0 und 2:1. Beim 2:3 übernahm der FSV erstmals die Führung. Diese wurde mit einer kurzer Unterbrechung (14:14) auch nicht mehr abgegeben. In die zweite Halbzeit ging es mit einer 17:14-Pausenführung für den FSV.

Bereits zum Zuschauen verurteilt war zu diesem Zeitpunkt die Fermersleber Mittespielerin. In der 23. Minute wurde sie im Konter von einer Gegenspielerin hart gefoult und blieb nur mit Glück unverletzt. Übten die Schiedsrichter unverständlicherweise Nachsicht mit der Foulenden und gaben lediglich eine Zeitstrafe, musste die Gefoulte selber wegen vermeintlicher Beleidigung nach dem Foul vom Platz gehen.

Zum Start in die zweite Spielhälfte gelang es den Gästen aus Fermersleben zunächst Tempo aufzunehmen. Ergebnis war ein erster deutlicher Sechs-Tore-Vorsprung beim 18:24, der hart kämpfende Gastgeber gab sich jedoch noch längst nicht geschlagen. Zahlreiche technische Fehler und Fehlwürfe brachten die Heimmannschaft beim 22:24 und 24:26 wieder ins Spiel.

Zum Erfolgsgaranten in dieser Phase wurde FSV-Torhüterin Sina Weitland. Mit mehreren Paraden, darunter zwei Konter, hielt sie die Führung fest und so feierte der FSV über die Stationen 24:26 und 26:30 einen verdienter 32:28-Erfolg.

MSV 90: Joneck - Kracht 6, Zunkel 6, Jessica Reß 6, Körtge, Lincke 8, Barth 2 FSV: Slotta, Weitland - Gottschalk, Daul-Acksteiner, Wilke 8, Els 3, Musche, Rokowski, Engelmann 2, Schröder 9, Sauer 1, Pätzold 7, Heller 2

Gräfenhainichen - HSV25:34

(aej) Der HSV Magdeburg konnte durch einen sicheren 34:25 (20:15)-Auswärtserfolg bei der BSG Aktivist Gräfenhainichen die Tabellenführung in der Sachsen-Anhalt-Liga der Frauen behaupten.

Maßgeblichen Anteil am letztlich klaren Erfolg hatte die sehr agile Flügelzange Anna Meineke (7 Tore) und Melina Corfei (8) sowie Laura Winkler (7) und Kreisspielerin Monique Kumpf (7).

Die Elbestädterinnen hatten gehörigen Respekt vor dieser Auswärtspartie. Denn zum einen gesellten sich zu den bekannten Ausfällen Josefine Podei, Joelina Kortz und Janna Kopmann noch Vanessa Goldgraebe und kurz vor der Abfahrt auch noch Clara Zieger und Vivien Goldgraebe hinzu. Und zum anderen herrscht in der Sporthalle in Gräfenhainichen absolutes Klisterverbot.

Doch die HSV-Frauen ließen sich davon nicht beeindrucken und zeigten ein sehr diszipliniertes Auswärtsspiel. Von Beginn zeigten die Stadtfelderinnen wieder ein sehr bewegliches Deckungsspiel. Hierfür zeichneten vor allem Lena Ruge, Vanessa Lorenz, Alexandra Wolke und Lara Falkenberg im Verbund mit den beiden Torhüterinnen Tabea Drews und Sarah Schick verantwortlich. Dadurch führte die HSV-Sieben kurz vor dem Pausenpfiff mit 19:11, ehe der Gastgeber noch auf 15:20 aufschließen konnte.

Auch der Beginn der zweiten Halbzeit war sehr unkonzentriert. So verkürzten die Gastgeberinnen gar auf 22:19. Doch fortan zeigte sich das junge HSV-Team wieder bissiger und baute den Vorsprung bis zum Schluss wieder standesgemäß auf 34:25 aus.

HSV: Drews, Schick - Kumpf 7, Winkler 8), Meineke 7, Falkenberg 1, Lorenz 1, Wolke 1, Corfei 8, Ruge 1