Beim Regionalliga-Hit zwischen dem Tabellenzweiten 1. FC Magdeburg und Spitzenreiter FSV Zwickau (Sonnabend, 12.05 Uhr) trifft das offensiv- auf das defensivstärkste Team. Zugespitzt formuliert: Torfabrik kontra Abwehrmauer.

Magdeburg l 46-mal ließ es der FCM bislang vorne krachen, ging nur in einem einzigen Spiel leer aus - und das ausgerechnet beim 0:1 in Zwickau. Die Sachsen wiederum lassen hinten kaum etwas anbrennen. Nur neun Gegentore in 20 Begegnungen bedeuten sogar Bestwert in Deutschlands vier obersten Spielklassen. In der Vorsaison waren es zum gleichen Zeitpunkt noch 32.

"Sie stehen sehr stabil, spielen meistens mit demselben Personal, so dass die Abläufe in der Vierer-Kette stimmen. Torchancen hat man auch gegen Zwickau genug, nur dass die Gegner sie häufig nicht nutzen. Und wenn man in Rückstand gerät, wird`s schwer", sagte FCM-Trainer Jens Härtel, der sich ein frühes Tor wünscht. "Das würde vieles einfacher machen", so der 45-Jährige, der im Vorfeld zweimal zur Mittagszeit trainieren ließ: "Der Biorhythmus ist schon ein wenig anders als bei einer Anstoßzeit um 13.30 oder 14 Uhr."

Großer Trumpf der Elbestädter ist die Offensive, allen voran Goalgetter Christian Beck, der gerade Velimir Jovanovic (14/Jena) an der Spitze der Torjägerliste ablöste (15). "Wir sind alle heiß auf dieses Spiel, wollen uns für das unglückliche 0:1 im Hinspiel revanchieren und die Tabellenführung übernehmen", sagte der 27-Jährige.

Von einer solchen Trefferquote ist Zwickau weit entfernt, Oliver Genausch kommt als bester Schütze auf sechs Tore. Dafür überzeugt die Defensive, blieb der FSV in 14 (!) seiner 20 Begegnungen ohne Gegentor, ist auswärts unbesiegt. Die große FCM-Fangemeinde hofft nun, dass sich die Blau-Weißen an diesem Bollwerk nicht die Zähne ausbeißen.