Magdeburg (ju/dpa) I Der Magdeburger Radprofi Robert Wagner wird trotz seines schweren Sturzes in der vergangenen Woche am Sonntag an der Flandern-Rundfahrt teilnehmen.

Das belgische Eintagesrennen ist einer der Klassiker im Frühjahr und für Wagners niederländisches Lotto-Jumbo-Team einer der Höhepunkte. "Ich werde Sonntag starten. Es ist natürlich noch nicht wieder optimal, aber ich bin dabei", sagte der 31-Jährige am Donnerstag der Volksstimme.

Wagner, der in Belgien lebt, soll auf heimischem Terrain vor allem Sep Vanmarcke unterstützen, der im Vorjahr Platz drei belegte. "Ich werde Sep von Kilometer null an zur Seite stehen", sagte Wagner, der vor knapp einer Woche mit einem Brummschädel sowie Verletzungen an Knöchel und Schulter aufgeben musste.

264,2 harte Kilometer über 19 giftige Anstiege - das ist genau das richtige Terrain für John Degenkolb, der bereits in jungen Jahren zu den Klassikerspezialisten gehört. Nach dem Sieg bei Mailand-Sanremo ist sein Hunger jedenfalls noch nicht gestillt. Der Wahl-Frankfurter, dem die harten Eintagesrennen liegen, zählt automatisch zum Favoritenkreis bei der Flandern-Rundfahrt. "Ich bin weiter hungrig auf Siege", sagt Degenkolb, der bis Sonntag wieder in Topverfassung sein will.

Zum Favoritenkreis zählt außerdem Peter Sagan (Slowakei), der 2013 Zweiter wurde. Traditionell spielen auch die Belgier bei ihrem Heimrennen stets eine gute Rolle.