Halberstadt l "Das ist schon ein mächtiger Keulenschlag!" Passender als Sportchef Stephan Grabinski könnte man den Abgang Kevin Schlittes beim Regionalligisten VfB Germania Halberstadt wohl nicht kommentieren. Nach Kapitän Philip Schubert geht mit dem 33-Jährigen ein weiterer schwer zu ersetzender Akteur von Bord.

Nicht nur die Beständigkeit in den gezeigten Leistungen, die enorme Ausstrahlung auf und neben dem Platz und die Führungsqualitäten zeigen Parallelen zu Schubert auf, auch die Begründung der "Trennung". Schlitte dazu: "Es sind rein private Gründe, die den Ausschlag geben." Der Haldensleber hatte sich Zeit für die Entscheidungsfindung erbeten, nun ging diese eindeutig pro Familie aus. "Inzwischen sind andere Dinge im Leben in den Vordergrund gerückt. Die Familie musste viele Jahre verzichten, denn zu Profizeiten gab es keine Diskussionen. Nun haben wir uns entschlossen, dass wir das nicht mehr wollen."

Für den VfB kommt der Schritt nicht ganz überraschend. "Ich habe von Anfang an gesagt, dass Germania zunächst ein Jahr mit mir planen kann, danach stehen die Chancen 50:50. Der Verein musste damit rechnen. Halberstadt hat ausreichend Zeit, um das mit Neuverpflichtungen zu kompensieren."

Obwohl Grabinski auf eine andere Tätigkeit Schlittes im Verein hofft, hat der Verteidiger "bislang überhaupt nichts geplant. Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, ich werde mich zunächst auf meine Freizeit konzentrieren".