Magdeburg l Erst die Meisterschaft, dann über die Relegation der Aufstieg in die 3. Liga: Das ist der Plan von Nordost-Meister 1. FC Magdeburg und Gegner Kickers Offenbach. Das war auch der Plan vor zwei Jahren von Hessen Kassel. Der Südwest-Meister scheiterte damals an Nordmeister Holstein Kiel (0:2, 1:2). Während die "Störche" momentan sogar auf dem Sprung in die 2. Liga sind, dümpelt Kassel immer noch in der Viertklassigkeit herum.

Nico Hammann, inzwischen einer der Leistungsträger beim FCM und nach Christian Beck mit zehn Treffern zweitbester Torschütze, spielte damals bei Hessen Kassel. "Es waren sehr, sehr schöne Spiele. Leider nicht vom Ergebnis für uns. Es war extrem bitter, den Aufstieg zu verpassen", erinnert sich Hammann, der anschließend zum FCM wechselte.

Die Erfahrungen der Relegation möchte der Abwehrspieler dennoch nicht missen. "Ich denke, die Spiele haben mich ein Stück weit stärker gemacht. Ich habe extrem viele Erfahrungen mitnehmen können", sagt Hammann, dessen Vertrag ausläuft und der mit seinen Leistungen auch Begehrlichkeiten bei anderen Clubs geweckt hat. Sein Wechsel vor zwei Jahren von Kassel an die Elbe war schon vor dem verpassten Aufstieg perfekt. Jetzt sei alles offen, seine Zukunft unabhängig von der Spielklasse. "Ich habe noch nirgendwo unterschrieben", versichert Hammann.

Gegen die Kickers (27./31. Mai) will der Rechtsfuß wieder seine Stärken einbringen. "Es wird entscheidend darauf ankommen, dass wir als Mannschaft funktionieren", erklärt Hammann. Das Nervenkostüm spiele eine entscheidende Rolle: "Wenn der Kopf nicht stimmt, hat man keine Chance." Hammann kennt den Nervenkitzel schon - und sollte damit umgehen können.